Platzwunde am Hinterkopf eines AfD-Anhängers, Polizei muß Wahlkampfveranstaltung schützen
Platzwunde am Hinterkopf eines AfD-Anhängers, Polizei muß Wahlkampfveranstaltung schützen Fotos: AfD, JF-Collage

Teilnehmer verletzt
 

Linksextreme attackieren erneut Hamburger AfD-Veranstaltung

Linksextreme haben am Samstag in Hamburg versucht, die AfD-Bürgerschaftsabgeordnete und Bundestagskandidatin Olga Petersen anzugreifen. Am Rande einer nicht-öffentlichen Wahlkampfveranstaltung mit dem EU-Abgeordneten Nicolaus Fest wurde ein AfD-Parteimitglied verletzt, als er versuchte, Petersen vor den 15 bis 20 Angreifern zu schützen. Nach JF-Informationen erlitt das Opfer ein Schädel-Hirn-Trauma und wurde wegen des Verdachts auf eine Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus eingeliefert, das er am selben Abend wieder verlassen konnte.

Die Polizei bestätigte den Vorfall. „Es wurden unter anderem Ermittlungen wegen Körperverletzung eingeleitet“, sagte ein Sprecher der JF. Nach der Attacke habe es zudem „spontane Versammlungen“ von AfD-Gegnern gegeben, an denen rund 50 Personen teilnahmen.

Zweiter Angriff innerhalb von vier Wochen

Dies war der zweite Angriff der „Antifa“ auf eine Wahlkampfveranstaltung innerhalb von vier Wochen. Bereits Mitte August hatten Linksextreme das Privathaus der Listenkandidatin Nicole Jordan angegriffen. Die AfD in Hamburg ist nach eigenen Angaben gezwungen, Wahlkampfveranstaltungen privat abzuhalten, weil sie öffentlich schwer an Räume kommt.

AfD-Wahlkampfveranstaltung auf dem privaten Gelände einer Kandidatin
AfD-Wahlkampfveranstaltung auf dem privaten Gelände einer Kandidatin Foto: AfD

Auch die Veranstaltung am Sonnabend fand bei Jordan statt. Petersen war für ihren Parteikollegen Bernd Baumann eingesprungen. Die Kandidatin vor dem Wohnhaus eintraf, befanden sich laut ihrer Aussage bereits circa 40 Demonstranten davor. Die Polizeikräfte vor Ort hätten den normalen Verkehr zum Haus nicht sichergestellt und auch nicht die Zahl der Demonstranten eingegrenzt. Deswegen sei sie nicht in der Lage gewesen, zum Haus vorzufahren, sondern sei gezwungen gewesen, in einiger Entfernung zu parken. Auf dem Weg zum Haus hatte sie Nicole Jordan mit der Bitte angerufen, sie möge ihr die Polizei zum Schutz entgegenschicken. Gekommen sei dann ein Polizist.

„Ich wurde geschubst, dann kam eine weitere Gruppe von Antifas“

Was dann passierte, schildert Olga Petersen gegenüber der JF wie folgt: „Als ich mich mit drei Parteikollegen dem Gelände näherte, stürmte bereits eine Gruppe von 15-20 Personen auf mich zu. Ich wurde geschubst. Plötzlich kam aus der anderen Richtung eine weitere Gruppe von Antifas auf uns zu. Vom Gelände kamen Gäste der Veranstaltung und Mitglieder uns zur Hilfe gerannt.“

Erst zu diesem Zeitpunkt hätten die anwesenden Beamten die besser ausgerüsteten Bereitschaftspolizisten angefordert. „So gut wie dieses Mal wurde noch Veranstaltung bisher besucht – weder von Linksextremen noch von unseren Mitgliedern und Interessierten.“

Die AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft forderte seit Längerem ein Aussteigerprogramm für Linksextreme und kritisiert das Desinteresse der anderen Parteien an der vorhandenen Problematik des gewaltbereiten Linksextremismus. Daß es zu einem Umdenken kommt, glaubt Petersen nicht. „Ich bezweifle, daß linksradikalen Antifa-Gruppen mehr als eine halbstrenge Ermahnung von der Hamburger Polizei erwarten können. Die Polizei muß Stärke zeigen und den Aggressoren klarmachen, daß sie rechtswidrig handeln. Sonst haben wir das nächste Mal nicht bloß eine Gehirnerschütterung und Platzwunde.“

Platzwunde am Hinterkopf eines AfD-Anhängers, Polizei muß Wahlkampfveranstaltung schützen Fotos: AfD, JF-Collage
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