AfD Alternative für Deutschland Wahlkampagne
Joachim Wundrak hält eine Bewerbungsrede für den 1. Listenplatz bei der Bundestagswahl 2021 bei einem Sonderparteitag der AfD Niedersachsen. Foto: picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg

Parteitag in Braunschweig
 

AfD Niedersachsen wählt Joachim Wundrak zum Spitzenkandidaten

BRAUNSCHWEIG. Die AfD Niedersachsen hat Joachim Wundrak erneut zum Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl im September gewählt. Beim Listenparteitag des Landesverbandes, der wegen Formfehlern wiederholt wurde, setzte sich der 66jährige Generalleutnant a.D. am Samstag in Braunschweig auf dem ersten Platz durch.

Auf dem Listenplatz 2 setzte sich Frank Rinck gegen Landeschef Jens Kestner durch. Auch der ehemalige Landeschef Armin-Paul Hampel scheiterte mit seiner Bewerbung um Platz drei, der stattdessen an den Bundestagsabgeordneten Thomas Ehrhorn ging. Auf Platz vier und fünf wählte der Parteitag die Bundestagsabgeordneten Dietmar Friedhoff und Jörn König.

„Dieses klare Wählervotum der Basis bestärkt meine Hoffnung und Absicht, in den anstehenden Bundestagswahlkampf nun gemeinsam mit seriösen Kandidaten und überzeugenden Argumenten zu gehen, um breite konservative, bürgerliche Wählerschichten ansprechen und überzeugen zu können“, sagte Wundrak im Gespräch mit der JF.

„Ein großes Kompliment an unsere niedersächsischen Mitglieder, die in sehr großer Zahl die Mühe einer zweiten Aufstellungsversammlung auf sich genommen haben“, kommentierte AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen das Ergebnis. „Der verdiente Lohn ist eine rechtssichere Liste hochmotivierter niedersächsischer Kandidaten für den neuen Bundestag.“

Der niedersächsische Landesverband der Partei gilt als tief zerstritten. Schon bei der ursprünglichen Aufstellung war das „Flügel“-nahe Lager um Jens Kestner unterlegen. Im Februar hatte der Vorstand bei der Landeswahlleitung Zweifel an der Gültigkeit der bisherigen Kandidatenliste geäußert, die im Dezember aufgestellt worden war. 24 Parteimitglieder seien zu der Versammlung offenbar nicht eingeladen gewesen, hatte er beklagt. (ha)

Joachim Wundrak hält eine Bewerbungsrede für den 1. Listenplatz bei der Bundestagswahl 2021 bei einem Sonderparteitag der AfD Niedersachsen. Foto: picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg
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