CDU fordert Aufklärung

Islamische Kita in Kassel unter Salafismusverdacht

KASSEL. Der erste islamische Kindergarten Kassels sieht sich dem Vorwurf der Zusammenarbeit mit Salafisten ausgesetzt. Einer der acht Vereinsgründer war nach Recherchen des Hessischen Rundfunks der ehemalige Imam der Al Huda Moschee in der Stadt. Diese ist laut Landesamt für Verfassungsschutz „salafistisch beeinflußt“. Der Imam gehöre dem Verein nicht mehr an, heißt es von Seiten der Verantwortlichen.

Im Fall einer Auflösung des Vereins wäre zudem laut dem Bericht die Hilfsorganisation „Islamic Relief“ Begünstigte. Der Berliner Senat sah diese 2016 im Umfeld der radikal-islamischen Muslimbruderschaft angesiedelt.

Kasseler CDU fordert Überprüfung

Die Kasseler CDU verlangt daher, die Fördermittel für den Kindergarten auf den Prüfstand zu stellen. Es sei unerheblich, ob der Imam der Salafisten-Moschee noch bei dem Verein aktiv sei oder nicht, sagte der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Michael von Rüden. „Man sollte eher nach den Ursachen fragen, warum man diesen Salafisten hineingezogen hat in den Trägerverein dieser Kindertagesstätte.“ Die Kinder in einer öffentlich geförderten Kita müßten vor der Gefahr einer salafistischen Beeinflussung geschützt werden.

Ende 2018 hatte der Magistrat der Stadt für die Kita Fördermittel in Höhe von 54.000 Euro bewilligt. Ursprünglich wollte die Einrichtung am 1. März den Betrieb aufnehmen. (tb)

Moslems beim Gebet in Berlin (Symbolbild) Foto: picture alliance / AA

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