Schwedische Schulstreikerin

Greta Thunberg wirft Deutschland zu späten Kohleausstieg vor

STOCKHOLM. Die schwedische Schülerin und Klimaschützerin, Greta Thunberg, hat Deutschland für den ihrer Meinung nach zu späten Kohleausstieg kritisiert. „Deutschland will bis 2038 Kohle verbrennen. Das ist absolut absurd. Und die Leute denken, das wäre etwas Gutes“, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa.

Die Bundesrepublik habe eine unglaubliche Chance und Verantwortung, damit aufzuhören, Kohle zu verbrennen, betonte die 16 Jahre alte Schwedin. „Würde Deutschland das tun, würde das ein deutliches Signal an die Welt senden, daß wir uns in einer Krise befinden und daß wir mit solchen Sachen aufhören müssen.“

Thunberg ist Vorbild für Schulstreiks

Ende Januar hatte sich die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission auf einen Kompromiß zum Kohleausstieg 2038 geeinigt. Aktuell machen Stein- und Braunkohle einen Anteil von 35 Prozent der Stromgewinnung aus.

Thunberg wurde international bekannt, seit sie jeden Freitag vor dem Reichstag in Stockholm demonstriert, statt in die Schule zu gehen. Sie fordert die Politiker auf, sich gegen den Klimawandel zu engagieren. Ihrem Vorbild folgen mittlerweile Schüler in mehreren Ländern, darunter auch Deutschland. (ag)

Die Klimaschützerin Greta Thunberg kritisiert Deutschland für den ihrer Meinung nach zu späten Kohleausstieg Foto: picture alliance/Steffen Trumpf/dpa

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