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Verbotener Party-Schlager: Heeresmusikkorps spielt „Layla“ und wird gefeiert – aber Twitter tobt

Verbotener Party-Schlager: Heeresmusikkorps spielt „Layla“ und wird gefeiert – aber Twitter tobt

Verbotener Party-Schlager: Heeresmusikkorps spielt „Layla“ und wird gefeiert – aber Twitter tobt

Skandal. Das Heeresmusikkorps Kassel, während es auf dem Schützenfest in Olpe die Orchester-Version von "Layla" spielt.
Skandal. Das Heeresmusikkorps Kassel, während es auf dem Schützenfest in Olpe die Orchester-Version von "Layla" spielt.
Das Heeresmusikkorps Kassel, während es auf dem Schützenfest in Olpe die Orchester-Version von „Layla“ spielt. Foto: Screenshot Twitter
Verbotener Party-Schlager
 

Heeresmusikkorps spielt „Layla“ und wird gefeiert – aber Twitter tobt

OLPE. Das Kasseler Heeresmusikkorps hat beim Schützenfest in Olpe den von Linken bis CSU unter Sexismusverdacht gestellten Partyschlager „Layla“ gespielt. Die Zuschauer applaudierten begeistert für die Orchesterversion. Mangels Sängern gab es keinen Text. Dennoch tobt auf Twitter eine Minderheit und fordert Konsequenzen.

Der Leiter des nordhessischen Bundeswehr-Orchesters sieht die Aufregung gelassen. Tobias Terhardt sagte der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen: „Für mich ist die Debatte völlig überzogen. Wer sucht, wird in vielen Liedern Sexismus finden.“ Er denke dabei nicht nur an Hip-Hop-Songs, sondern auch an Hits der Neuen Deutschen Welle wie „Skandal im Sperrbezirk“ der Spider Murphy Gang.

Die „Layla“-Version des Kasseler Heeresmusikkorps macht im Internet die Runde. Auf YouTube haben schon mehr als eine Viertelmillion die Videos dazu angeklickt. Die Instrumental-Fassung sei eine spontane Aktion gewesen, erzählt Terhardt. Ein Musiker habe das Lied vorgeschlagen. Schnell wurden die Noten verteilt. Proben waren nicht nötig.

„Danke, Kameraden“ – „Wir sind das Volk“

Denn: „Musikalisch steckt nicht viel dahinter. Das Lied besteht nur aus vier Akkorden“, sagt der Orchester-Chef. Das Publikum aber war begeistert: „Die Leute sind steil gegangen. So etwas habe ich selten erlebt“, so Terhardt.

Während es bei Twitter vor allem Anfeindungen und Häme gibt, lobt ein YouTube-Kommentator: „Danke Kameraden, ihr habt den Menschen Mut gemacht.“ Ein weiterer schreibt: „Ein großes Kompliment, daß ihr es den Moralaposteln gezeigt habt.“ Außerdem heißt es: „Endlich ein Teil unserer Bundeswehr, der zeigt, wo es lang geht. Wir sind das Volk.“


Das freut Terhardt: „Die Leute haben Spaß dabei, und das ist gut so.“ Trotzdem taucht auf Twitter die Frage nach Konsequenzen auf. Darf ein Staatsorchester einen vom Staat inkriminierten Song spielen? Der Auftritt in Olpe sei außerdienstlich gewesen, beteuert Terhardt. Von den mehr als 60 Musikern des Heeresmusikkorps seien kurz vor dem Jahresurlaub nur 36 im Einsatz gewesen, die eine Gage bekamen: „Der Auftritt wurde also nicht aus Steuermitteln finanziert.“ (fh)

Das Heeresmusikkorps Kassel, während es auf dem Schützenfest in Olpe die Orchester-Version von „Layla“ spielt. Foto: Screenshot Twitter
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