Schriftzug der Polizei
Polizeiauto (Symboldbild) Foto: picture alliance/Bildagentur-online

Polizeieinsatz
 

Mainz: Razzia gegen mutmaßlichen IS-Kommandeur

MAINZ. Die Polizei hat am Sonntag in Mainz die Wohnräume von zwei Männern durchsucht, die für den Islamischen Staat (IS) in Syrien gekämpft haben sollen. Die Razzia in einer Asylbewerberunterkunft fand auf Anweisung des Generalbundesanwaltes statt, berichtet der Spiegel. Die beiden Verdächtigen waren als Flüchtlinge nach Rheinland-Pfalz gekommen.

Einer der Männer soll als Kommandeur für den IS in Syrien tätig gewesen sein. Laut syrischen Informanten soll er sich der Terrorgruppe als Selbstmordattentäter angedient haben. Der Verdächtige, der im Herbst nach Deutschland eingereist war, bestreitet die Vorwürfe.

Festnahmen in Spanien

Die Polizei bestätigte die Durchsuchung, wollte sich jedoch nicht zu den Gründen oder der Herkunft der Verdächtigen äußern. „Aufgrund der anhaltenden Ermittlungen können zum jetzigen Zeitpunkt keine näheren Angaben zum Sachverhalt gemacht werden“, teilte das Landeskriminalamt mit.

Ob die Aktion in Zusammenhang mit mehreren Razzien gegen mutmaßliche Dschihadisten in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen in der vergangenen Woche stehen, ist derzeit noch unklar. Dabei wurden zwei Algerier festgenommen, die laut ihrem Heimatland Mitglieder des IS sein sollen und gegen die ein entsprechender internationaler Haftbefehl vorliegt. Auch sie waren als Asylbewerber in die Bundesrepublik eingereist.

Unterdessen hat die Polizei in Spanien sieben Männer festgenommen, die im Verdacht stehen, den IS mit Waffen und Geld versorgt zu haben. Die Islamisten sollen über ein europaweites Firmennetz den IS über spanische Häfen unterstützt haben. (ho)

Polizeiauto (Symboldbild) Foto: picture alliance/Bildagentur-online
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