Demonstration in Stuttgart
Demonstration in Stuttgart: 2.400 Teilnehmer Foto: Paulwitz
Demonstration in Stuttgart

„Stoppt die Sexualisierung unserer Kinder“

Unter dem Motto „Ehe und Familie vor! Stoppt die Gender-Ideologie und die Sexualisierung unserer Kinder“ protestierte am Samstag die sechste „Demo für alle“ gegen den Bildungsplan und den „Aktionsplan“ der grün-roten Landesregierung für Akzeptanz sogenannter „sexueller Vielfalt“. Die Organisatoren um die Koordinatorin des Dachverbandes „Demo für alle“, Hedwig von Beverfoerde, konnten prominente Redner aus dem In- und Ausland aufbieten, darunter die „Gender-Gaga“-Autorin Birgit Kelle, die Präsidentin der französischen „Manif pour tous“-Bewegung Ludovine de la Rochère und Ulrike Walker von der Schweizer „Schutzinitiative“, die Sexualerziehung als Elternrecht über eine Volksinitiative in der Schweizer Verfassung festschreiben will.

Rund 2.400 Demonstranten aus dem ganzen Land waren nach Einzelzählung der Veranstalter zu der Kundgebung auf dem Stuttgarter Schillerplatz im Zentrum der Altstadt gekommen. Die Polizei, die die Kundgebung und den anschließenden Demonstrationszug an Parlaments- und Regierungsgebäuden vorbei zum Stuttgarter Staatstheater mit drei Hundertschaften vor ca. 500 aggressiv auftretenden linken Gegendemonstranten schützte, hatte die Teilnehmerzahl zuvor auf „weniger als tausend“ geschätzt. An der Gegendemo, zu der militante sogenannte „Antifa“-Gruppen mobilgemacht hatten, beteiligten sich unter anderem Vertreter von Grünen, Linken und der Gewerkschaft Verdi. Die Einsatzkräfte hatten bei mehreren Gegendemonstranten Vermummungsmaterial, Pfefferspray und ein Taschenmesser beschlagnahmt und Platzverweise ausgesprochen.

Petition wurde abgeschmettert

Der „Aktionsplan“ hatte der „Demo für alle“ ein brisantes und mobilisierendes aktuelles Thema verschafft. Nach dem Abschmettern der von zweihunderttausend Bürgern unterzeichneten Petition gegen den Bildungsplan durch die grün-rote Landtagsmehrheit setze der landesweite Aktionsplan mit seinem Maßnahmenkatalog zur Umerziehung und Indoktrination aller Bürger „noch eins obendrauf“, kritisierte Birgit Kelle. Für Koordinatorin Hedwig von Beverfoerde ist der „Aktionsplan“ ein „Vorreiterprojekt für ganz Deutschland“, deshalb müsse von Stuttgart ein klares Nein für ganz Deutschland ausgehen.

Ludovine de la Rochère bezeichnete in ihrer Rede, die von dem katholischen Publizisten Matthias von Gersdorff übersetzt wurde, den Widerstand gegen die Gender-Ideologie als europäische Aufgabe. In Deutschland und Frankreich würden die Bürger mit derselben absurden Ideologie konfrontiert, die die Menschlichkeit in Frage stelle. Gegenüber der JF zeigte sich die Französin, deren Bewegung von der „Demo für alle“ als Vorbild gesehen wird, beeindruckt von der Motivation der Kundgebungsteilnehmer.

Die Bestsellerautorin und „Frau2000plus“-Vorsitzende Birgit Kelle bezeichnete es im Gespräch mit dieser Zeitung als wichtigen Erfolg der fortgesetzten „Demo für alle“-Kundgebungen, daß eine öffentliche Debatte über die Machenschaften der Gender-Ideologen angestoßen worden sei. Die einschlägigen Lobbygruppen seien mit ihrem Treiben überhaupt nur so weit gekommen, weil die meisten Bürger davon nichts mitbekommen hätten. Die politische Opposition, namentlich die CDU, forderte Kelle in ihrer Rede auf, „runter vom Sofa und raus ins Getümmel“ zu kommen, um politischen Widerstand zu leisten.

Keine Parteilogos

Parteilogos waren auf der überparteilichen Kundgebung nicht zugelassen; die Ludwigsburger Schüler-Union mußte auf ihrem „Kein Shades of Grey im Unterricht“-Transparent das Logo mit einem „Demo für alle“-Motiv abkleben. Der Landesvorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“ Joseph Dichgans sprach als Mitveranstalter zu den Kundgebungsteilnehmern, der AfD-Landesvorsitzende und Europaabgeordnete Bernd Kölmel ließ ein Grußwort verlesen, in dem er sich hinter die Anliegen der „Demo für alle“-Bewegung stellte. Unter den Kundgebungsteilnehmern befanden sich Politiker und Mitglieder der „Alternative für Deutschland“, der „Jungen Alternative Baden-Württemberg“ und der Republikaner. AfD-Stadtrat Heinrich Fiechtner führte den Demonstrationszug mit an.

Ausgangspunkt der Stuttgarter Proteste war die Online-Petition gegen den „Bildungsplan“, deren Initiatorenkreis unter dem Namen „Zukunft – Verantwortung – Leben e. V.“ weiter als Mitveranstalter auftritt. „Demo für alle“ ist ein Aktionsbündnis aus Familienorganisationen, politischen Vereinen, engagierten Einzelpersonen und Initiativen aus ganz Deutschland. Unter anderem gehören dem Bündnis „Kirche in Not Deutschland“, das „Bündnis Rettet die Familie e. V.“, die „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) Baden-Württemberg, der „Evangelische Arbeitskreis“ der CDU-Kreisverbände Heilbronn, Mannheim und Rems-Murr, „Frau2000plus e. V.“, das „Forum deutscher Katholiken“, die „Initiative Familienschutz“, die „Initiative Schützt unsere Kinder“ und viele andere an.

Demonstration in Stuttgart: 2.400 Teilnehmer Foto: Paulwitz

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