Pegida-Kundgebung auf dem Theaterplatz (2014): Wegen Sicherheitsbedenken vorverlegt Foto: dpa
Dresden

Pegida demonstriert bereits am Sonntag

DRESDEN. Das islamkritische Bündnis Pegida hat seine wöchentliche Montagsdemonstration auf Sonntag vorverlegt. Damit reagierte die Bewegung auf eine für Montag geplante Anti-Pegida-Veranstaltung in der Elbstadt, bei der unter anderem Künstler wie Herbert Grönemeyer, Silly, Keimzeit und Jan-Josef Liefers unter dem Motto „Offen und bunt – Dresden für alle“ auftreten sollen. Pegida hat daher für Sonntag um 14.30 Uhr eine Kundgebung auf dem Theaterplatz in Dresden angemeldet.

„Stürmische Zeiten verlangen flexible Reaktionen“, hieß es in einer Mitteilung von Pegida am Freitag. „Damit unsere Spaziergänger mit ihren Familien sich dieses kostenlose kulturelle Großerlebnis nicht entgehenlassen müssen, haben wir uns entschlossen, unsere Veranstaltung auf den Sonntag zu verlegen“, begründete das Bündnis seine Entscheidung. „Wir machen weiter! Jetzt erst recht!“

Erste Demonstration nach Anschlagsdrohung

Pegida hatte vergangenen Montag auf eine Demonstration in Dresden verzichtet. Anlaß waren Anschlagsdrohungen von Islamisten gegen die islamkritische Bewegung sowie ein Mordaufruf gegen den damaligen Pegida-Chef Lutz Bachmann. Bachmann war am Mittwoch von seinen Funktionen bei Pegida zurückgetreten, nachdem frühere beleidigende Äußerungen von ihm über Ausländer auf Facebook bekanntgeworden waren.

Zudem war ein Foto von ihm aufgetaucht, auf dem er als Hitler posiert hatte. Ebenfalls am Mittwoch waren etwa 15.000 Menschen einem Aufruf von Legida – dem Pegida-Ableger in Leipzig – gefolgt. Allerdings hatte sich Pegida vor der Demonstration von den Legida-Veranstaltern distanziert, weil diese nicht das Programm des Dresdner Bündnisses übernommen hätten. (krk)

 

Pegida-Kundgebung auf dem Theaterplatz (2014): Wegen Sicherheitsbedenken vorverlegt Foto: dpa

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