Erstaufnahmestelle für Asylbewerber in Hamburg Wilhelmsburg Foto: picture alliance/dpa
Asylwelle

Hamburg plant Containerdörfer für 20.000 Asylbewerber

HAMBURG. Die Stadt Hamburg plant, in den kommenden Wochen sieben Containerdörfer für insgesamt 20.000 Asylbewerber zu errichten. Vorgesehen sei, in jedem der sieben Bezirke je einen Standort für 3.000 Asylbewerber einzurichten, erläuterte Innensenator Michael Neumann (SPD) im NRD-Hörfunk.

„Ziel ist, daß wir Container in den nächsten Wochen aufbauen, damit zum Herbst hin die Anlagen komplett fertig sind.“ Die Hamburger Innenbehörde habe deswegen bereits für vier Millionen Euro zusätzliche Container geordert. „Man muß sich immer vor Augen halten, daß wir vor einem Jahr gesagt haben, wir müssen jeden Monat 400 Flüchtlinge unterbringen. Heute sind wir bereits bei 300 jeden Tag“, gab Neumann zu bedenken.

Anfang Juli hatte bereits Hamburgs Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) gewarnt, die Bevölkerung der Hansestadt müsse sich auf massive Veränderungen durch den Asylansturm einstellen. „Wir stehen vor ungeheuren Herausforderungen. Das Stadtbild wird sich verändern, alle Stadtteile, ohne Ausnahme, müssen sich auf Flüchtlingsunterkünfte in der Nachbarschaft einstellen“, sagte Scheele. „Wer in Hamburg in Zukunft aus seiner Haustür tritt und einen Kilometer nach links oder nach rechts geht, wird auf eine Flüchtlingsunterkunft treffen.“ (krk)

Erstaufnahmestelle für Asylbewerber in Hamburg Wilhelmsburg Foto: picture alliance/dpa

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