Generalbundesanwaltschaft
Generalbundesanwaltschaft: Salafist gab Islamunterricht Foto: dpa
Unterstützung von Terrororganisation

Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen zwei Salafisten

KARLSRUHE. Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen zwei in Berlin lebende türkische Salafisten erhoben. Die Behörde wirft Emin F. und Ismet D., der sich selbst als „Emir von Berlin“ bezeichnet, vor, eine Terrorgruppe in Syrien mit Geld und Ausrüstung unterstützt zu haben.

„Darüber hinaus schleusten sie den Ermittlungen zufolge vier russische Staatsangehörige in das syrische Kampfgebiet“, teilte die Bundesanwaltschaft am Dienstag mit. Konkret geht es dabei um die islamische Terrorgruppe „Junud Al-Sham“. Diese versucht zusammen mit weiteren islamistischen Milizen, den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu stürzen und einen islamischen Gottesstaat zu errichten. Die Gruppierung soll etwa 1.500 Kämpfer haben.

Ismet D. war im Januar während einer Razzia von Spezialkräften der Berliner Polizei festgenommen worden. Nach seiner Entlassung wurde er im März erneut in Gewahrsam genommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Vor seiner Festnahme gab Ismet D. Islamunterricht in einer Berliner Moschee. Dort soll er bis zu 30 Personen radikalisiert haben. (ho)

Generalbundesanwaltschaft: Salafist gab Islamunterricht Foto: dpa

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