Langen Müller Josef Kraus Der deutsche Untertan
Bundeswehrsoldat in Uganda
Bundeswehrsoldat bei der Ausbildung eines somalischen Rekruten in Uganda Foto: flickr/Sebastian Wilke/Bundeswehr

Ausbildungsmission
 

Verteidigungsministerium plant Bundeswehreinsatz in Somalia

BERLIN. Der Bundeswehr steht aller Voraussicht nach ein weiterer Auslandseinsatz in Afrika bevor. Im Verteidigungsministerium konkretisierten sich die Pläne, deutsche Soldaten in die somalische Hauptstadt Mogadischu zu entsenden, berichtet der Spiegel. Dort sollen sie sich an der Ausbildungsmission EUTM beteiligen. Ende Februar, Anfang März solle dann anläßlich einer Konferenz der an der Mission beteiligten Länder der Anteil deutscher Soldaten festgelegt werden.

Sollte der Bundestag dem Einsatz zustimmen, könnten bereits im April die ersten Bundeswehrsoldaten in Mogadischu eintreffen. Eine endgültige Entscheidung über eine deutsche Beteiligung werde wer in Abstimmung zwischen dem Bundesverteidigungsministerium und dem Auswärtigen Amt getroffen, heißt es in dem Bericht. Mit ihr sei für die kommenden Wochen zu rechnen.

Sicherheitslage nicht mehr instabil

Deutschland hatte sich bis Ende vergangenen Jahres mit etwa 20 Soldaten an der Ausbildung der somalischen Streitkräfte in Uganda beteiligt. Als die Mission Anfang des Jahres nach Somalia verlegt wurde, beendete die Bundeswehr ihren Einsatz vorerst, weil die Sicherheitslage als instabil bewertet worden sei. Dies habe sich nun aber geändert.

Derzeit nehmen etwa 100 Bundeswehrsoldaten an einer EU-Ausbildungsmission im westafrikanischen Mali teil. Die Obergrenze für diesen Einsatz wurde am vergangenen Mittwoch vom Kabinett von 180 auf 250 Soldaten erhöht. (krk)

Bundeswehrsoldat bei der Ausbildung eines somalischen Rekruten in Uganda Foto: flickr/Sebastian Wilke/Bundeswehr
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