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Karl-Georg Wellmann
Karl-Georg Wellmann: Us Spione ausweisen? Foto: wellmann-berlin.de

Geheimdienstaffäre
 

Amerikanische Spionage beim BND empört Union

BERLIN. Politiker von SPD, Grünen und Linkspartei haben empört auf die Enttarnung eines Mitarbeiters des Bundesnachrichtendienstes (BND) reagiert, der für einen amerikanischen Geheimdienst spioniert haben soll. Selbst die Union übte heftige Kritik an den Vereinigten Staaten.

„Sollte sich herausstellen, daß der BND-Mitarbeiter tatsächlich von deutschem Boden von amerikanischen Agenten geführt worden ist, dann ist es kaum nachvollziehbar, wenn US-Mitarbeiter weiterhin hier ihr Unwesen treiben können“, kritisierte der CDU-Bundestagabgeordnete Karl-Georg Wellmann Spiegel Online.

218 Dokumente für 25.000 Euro

Auch der Vorsitzende des Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), zeigte sich entsetzt. „Das ist ein massiver Vertrauensbruch, da können wir nicht einfach mit Kopfschütteln zur Tagesordnung übergehen.“ Es stelle sich die Frage, ob die Amerikaner die deutschen Geheimdienste als Partner oder Spionageziel sehen würden.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière überlegt nach Angaben der Bild-Zeitung, den Aufklärungsauftrag der deutschen Geheimdienste auf die USA auszuweiten. Bisher wurden vermeintlich verbündete Staaten offiziell nicht von deutschen Geheimdiensten ausgespäht. Die Vereinigten Staaten haben sich bisher nicht zu dem Fall geäußert.

Insgesamt soll der Spitzel etwa 218 Dokumente an die Vereinigten Staaten weitergeleitet haben und dafür 25.000 Euro kassiert haben. Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Hans-Georg Wieck, bezeichnete das Verhlaten als „Landesverrat“. (ho)

Karl-Georg Wellmann: Us Spione ausweisen? Foto: wellmann-berlin.de
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