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Integration
 

Ankara sieht in Deutschkursen eine Provokation

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Schultafel mit dem ABC: Für nationalbewußte Türken ist die deutsche Sprache eine Zumutung Foto: Pixelio/Gerd Altmann

WIEN. Das Ministerium für Auslandstürken in der Türkei hat die Einführung von in der Türkei zu absolvierenden Deutschkursen mit scharfen Worten abgelehnt. Derartige Absichten würden in Ankara als Provokation wahrgenommen, sagte der Politikwissenschaftler und Organisator der sich im Aufbau befindenden Behörde, Gürsel Dönmez.

„Ein Türke wird sich immer als Türke fühlen. Wir haben einfach ein sehr starkes Nationalbewußtsein“, verteidigte Dönmez seine Position gegenüber der österreichischen Zeitung Kurier

Konrad-Adenauer-Stiftung berichtet von massiven Widerstand

Der Türkei-Chef der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, Jan Senkyr, bestätigte die ablehnende Haltung der Türken gegen die Sprachkurse: „Als wir in Deutschland verpflichtende Deutschkurse vor Ort eingeführt haben, war man in der Türkei alles andere als begeistert. Es gab Widerstand.“

Der Grund ist für Senkyr offensichtlich: „Institutionen wie das Religionsamt oder die neue Auslandsbehörde sollen den Einfluß auf die Auslandstürken langfristig sichern. Das ist ein politisches Faktum. Egal, ob man das gut oder schlecht findet.“ (FA)

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