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Linksextremismus
 

Polizei ermittelt gegen FDJ-Mitglieder

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FDJ-Transparent für die Thälmann-Gedenkstätte: Gegen „westdeutsche Liquidatoren“ Screenshot: JF

BERLIN. Im Fall des möglicherweise versuchten Anschlags auf Baufahrzeuge an der ehemaligen Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals bei Berlin führt die Spur zur „Freien Deutschen Jugend“ (FDJ).

Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtet, seien die zwei am vergangenen Mittwoch vorläufig Festgenommenen FDJ-Mitglieder. Die kommunistische Splittergruppe, der nach ungesicherten Angaben etwa 200 Personen angehören, sieht sich als Fortsetzung des ehemaligen DDR-Jugendverbandes.

Der 1946 gegründeten Organisation gehörten Mitte der achtziger Jahre nahezu Zweidrittel der Jugendlichen in der DDR an, wobei dieser hohe Anteil vor allem dem Zwangscharakter der Mitgliedschaft geschuldet war.

„Annexion der DDR“

In der Bundesrepublik wurde die westdeutsche FDJ 1951 vom Innenministerium verboten. Die heute unter der Bezeichnung FDJ firmierende Gruppe ist offenbar nicht mehr Beobachtungsgegenstand des Bundesamts für Verfassungsschutz; ihre Mitglieder sollen der Behörde jedoch im Zusammenhang mit anderen linksextremen Organisationen aufgefallen sein.

Laut eigener Darstellung engagiert sich die FDJ für „Völkerfreundschaft und Internationalismus“ sowie „gegen Nationalismus, Rassismus und Krieg“. In der Wiedervereinigung Deutschlands sieht man eine „Annexion der DDR“. (vo)

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