Theologieprofessor: Merkel ist für Katholiken nicht mehr wählbar

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Der Freiburger Pastoraltheologe Hubert Windisch Foto: Universität Freiburg

FREIBURG. Nach ihrer Kritik an Papst Benedikt XVI. ist Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Ansicht des Freiburger Theologieprofessors Hubert Windisch für deutsche Katholiken nicht mehr wählbar. Die Kanzlerin habe ihr Amt mißbraucht und sich als Anti-Papst-Kanzlerin erwiesen, schreibt Windisch in einem Artikel für das Internetportal Kath.net.

„Betroffen macht aber vor allem auch die Arroganz, mit der die Kanzlerin auftrat. Diese Arroganz war zwar in einen fast salbungsvollen Ton verpackt und in die Sorge um Juden und deutsche Katholiken verkleidet. Doch die Kanzlerin war ein Wolf im Schafspelz.“

Das „C” wird abgeschmolzen

Anstatt zur sachdienlichen Beruhigung der vor allem in den Medien greifbaren Hetzmentalität beizutragen, habe sie ihr Amt mißbraucht, kritisiert Windisch.

Ihn erschrecke zudem Merkels Ignoranz. „Weiß sie denn nicht, wie oft und wie deutlich der Papst zum Holocaust Stellung genommen hat?“, fragt der Pastoraltheologe, der Merkel vorwirft, sie lasse das „C“ in ihrer Partei systematisch abschmelzen.

Bundeskanzlerin Merkel hatte Papst Benedikt XVI. am Dienstag im Streit um die Äußerungen des britischen Bischofs Richard Williamson zu einer Klarstellung aufgefordert.

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