NARBONNE. Der Ermordung eines 17jährigen hat in Frankreich Entsetzen ausgelöst. Fünf Täter – drei Minderjährige und zwei Erwachsene – sollen den Jugendlichen namens Louis am vergangenen Freitag überfallen, ihn brutal zusammengeschlagen und die Szene gefilmt haben, wie Le Figaro berichtet. Das Opfer blieb am Tatort liegen, wurde am nächsten Tag von Bauarbeitern gefunden und in ein Krankenhaus gebracht, wo er wenige Tage später starb.
Szenen des grausamen Videos kursieren seitdem in den sozialen Netzwerken. Darauf ist zu sehen, wie Louis reglos am Boden liegt und von seinen Peinigern abwechselnd getreten und geschlagen wird, offenbar mehrmals gezielt auf den Kopf.
Francia, 5 immigrati di seconda generazione hanno aggredito un giovane francese a Narbonne all’inizio di questa settimana.
I vigliacchi hanno continuato a prendere a calci il giovane Louis fino a mandarlo in coma che dopo 3 giorni è morto. Tutti fuori dall’Europa!#remigrazione pic.twitter.com/Ui35iLlOjP— Lui🇮🇹🇷🇺 (@Luigi_6_7_) June 25, 2026
Waren die Täter Migranten?
Über die Identität der Täter wurde von den Behörden bislang nichts bekannt gegeben. Mehrere Nutzer veröffentlichten auf X Fotos und Videos von Jugendlichen, welche teilweise die exakt gleiche Kleidung tragen, wie die Angreifer auf dem Tatvideo. Mehrere der veröffentlichten Bilder zeigen dabei migrantische Jugendliche. Die Vorsitzende der identiären Frauenorganisation Collectif Nemesis, Alice Cordier, schrieb, die Täter hätten direkt nach der Tat Videos von sich in Tatkleidung auf Tiktok veröffentlicht.
Der Vorsitzende des Rassemblement National (RN), Jordan Bardella, kündigte am Mittwoch auf X an, er wolle in Frankreich für Ordnung sorgen. „Der 17jährige Louis wurde mit unvorstellbarer Brutalität zu Tode gelyncht, von seinen schadenfrohen Angreifern gefilmt, eine ganze Nacht lang qualvoll leiden gelassen und schließlich leblos auf einer Baustelle in Narbonne gefunden.“ Der Mord sei „das Symbol eines Landes, das aus den Fugen geraten ist und von einer Verrohung untergraben wird, die weder die Nachlässigkeit noch die Blindheit unserer Politiker aufhalten können“.
Täter verabredeten sich mit ihrem Opfer
Auch die ehemalige Präsidentschaftskandidatin des RN, Marine Le Pen, meldete sich zu Wort. Das Schicksal des Opfers breche ihr das Herz und rufe „intensive Wut unter den Franzosen“ hervor, „angesichts dieser alltäglichen Barbarei, die nicht länger heruntergespielt, verharmlost oder verschleiert werden kann“. Indem sie sich beharrlich weigerten, Straftaten „zügig und wirksam zu ahnden“, hätten die Machthaber – unterstützt von der Linken und der extremen Linken – eine verhängnisvolle Botschaft ausgesendet: die der dauerhaften Straffreiheit“. Im Jahr 2027 werde „Schluss sein mit der Realitätsferne, der Verleugnung und der ideologischen Blindheit“.
Le calvaire du jeune Louis, 17 ans, lynché à Narbonne soulève le cœur et nourrit une immense colère chez les Français face à cette barbarie du quotidien qui ne peut plus être minimisée, relativisée ou dissimulée.
À force de renoncer à sanctionner rapidement et efficacement les…
— Marine Le Pen (@MLP_officiel) June 24, 2026
Nach aktuellem Informationsstand hatten sich die fünf Verdächtigen am Freitagabend mit ihrem Opfer vor der Stadtbibliothek getroffen und ihn anschließend zu einer nahen Baustelle gelockt. Dort griffen sie ihn brutal an.
Der Staatsanwalt der Stadt, Jean-Philippe Rey, berichtete später von den Verletzungen, die am Opfer festgestellt worden waren: „Er hatte Prellungen um die Augen, mehrere Hämatome auf der Stirn sowie Blutungen um Mund und Nase.“ Trotz einer Notoperation überlebte Louis nicht.
Immer wieder kommt es zu Gewaltakten
Das Opfer lebte in einem Wohnheim – ebenso wie offenbar einer der Täter. Nur einen Tag nach der Tat meldete sich ein Zeuge bei der Polizei und gab an, ein Bewohner des Heims habe damit geprahlt, Louis verprügelt und bewusstlos zurückgelassen zu haben. Der Zeuge übergab den Ermittlern zudem ein Video vom Tatort, auf dem alle fünf Täter zu sehen waren.
Zeitgleich kontaktierte eine Frau die Polizei und berichtete, dass ihr Sohn abgehauen sei. Er habe ihr zuvor mitgeteilt, „etwas Dummes“ angestellt zu haben. Am Sonntagabend wurde er im 200 Kilometer entfernten Albi aufgegriffen. Auch die anderen Tatverdächtigen wurden seitdem identifiziert und verhaftet. Das Motiv für die Bluttat ist derzeit noch unklar.
In der Vergangenheit war es in Frankreich immer wieder zu grausamen Gewaltakten gegenüber französischen Jugendlichen gekommen – überdurchschnittlich häufig verübt von migrantischen Tätern, die in der Kriminalstatistik deutlich überrepräsentiert sind (JF berichtete). Für besondere Aufmerksamkeit sorgte etwa die Tötung eines Jugendlichen im Herbst 2023 in dem südfranzösischen Dorf Crépol. Eine Gruppe Migranten hatte damals ein Dorffest überfallen und Gäste unter dem Ausruf attackiert, sie wollten „Weiße abstechen“. Der 16jährige Thomas Perotto wurde dabei erstochen (JF berichtete). (lb)






