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Raubüberfälle und Morde: Das ist Deutschlands Gewalt-Alltag

Raubüberfälle und Morde: Das ist Deutschlands Gewalt-Alltag

Raubüberfälle und Morde: Das ist Deutschlands Gewalt-Alltag

Polizeibeamte stehen auf einer Straße, auf dem Asphalt klebt noch Blut: Spurensicherung nach einem Messerangriff in Trier – solche Gewaltakte häuften sich in den vergangenen Wochen
Polizeibeamte stehen auf einer Straße, auf dem Asphalt klebt noch Blut: Spurensicherung nach einem Messerangriff in Trier – solche Gewaltakte häuften sich in den vergangenen Wochen
Nach dem tödlichen Messerangriff von Treier sichern Polizisten am Tatort Spuren. Foto: picture alliance/dpa/Floria Blaes | Floria Blaes
Raubüberfälle und Morde
 

Das ist Deutschlands Gewalt-Alltag

Ein Student stirbt nach Messerstichen, Schulkinder fliehen vor einem klingenschwingenden Asylbewerber: Von Trier bis Berlin, von Bremen bis Ruhpolding zieht sich die Gewaltspirale der vergangenen Wochen. Eine unvollständige Übersicht.
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Messerangriffe, Morde, Raubüberfälle und sexuelle Übergriffe: Gewaltkriminalität ist in Deutschland zu einem Grundrauschen geworden, bei dem die vielen einzelnen alltäglichen Fälle schnell verschwimmen und übersehen werden. Die JUNGE FREIHEIT hat die relevanten Fälle der vergangenen Wochen gesammelt:

Berlin: Ein 22jähriger Rumäne greift am 18. Juli am Görlitzer Park zwei 25jährige aus Guinea mit einem Messer an. Er verletzt eines der Opfer am Rücken und die andere Person am Unterarm. Beide Opfer müssen im Krankenhaus behandelt werden. Zuvor soll der Messer-Attentäter mehrere Menschen im Park angesprochen und provoziert haben. Die Polizei kann ihn schnell verhaften, weil er am Tatort stehen bleibt und sich selbst den Beamten stellt.

Bonn: Drei Jugendliche im Alter von 15 Jahren missbrauchen am 18. Juli ein 14jähriges Mädchen auf einem Spielplatz sexuell. Sie werden vernommen, aufgrund mangelnder Haftgründe allerdings wieder freigelassen.

Bremen: Am 19. Juli überfällt ein 35jähriger Mann einen Kiosk im Stadtteil Findorff. Zunächst bedroht er einen 26jährigen Mitarbeiter mit einer Schreckschusswaffe und schlägt diesem damit anschließend ins Gesicht. Bei einem darauffolgenden Gerangel lösen sich Schüsse. Der Täter flieht, bedroht am selben Abend noch einen Passanten mit seiner Waffe und wird anschließend festgenommen. Der Kioskmitarbeiter erleidet eine Platzwunde am Kopf, die im Krankenhaus behandelt werden muss.

Brilon (NRW): Auf dem Schützenfest der sauerländischen Stadt Brilon kommt es am 22. Juni zu einer Schlägerei zwischen einem 28jährigen Syrer und einem 26jährigen Anwohner. Nachdem weitere Personen dazukommen, weitet sich der Kampf auf insgesamt fünf Personen aus, alle libysche oder syrische Staatsangehörige. Alle Beteiligten müssen anschließend ins Krankenhaus, bei einem der Verdächtigen stellt die Polizei zudem ein Messer sicher.

Dresden: Ein mehrfach vorbestrafter 41jähriger Türke schlägt am Sonntag, 12. Juli, einen 23jährigen Syrer mit einem Hammer. Wenige Tage später, am 15. Juli, trägt er unerlaubterweise eine Schusswaffe mit sich, richtet sie auf Bauarbeiter und imitiert dabei Schussgeräusche. Als die Polizei ihn stellen will, schreit er mehrfach „Allahu akbar“ und richtet die Waffe auf einen Beamten, woraufhin die Polizei auf ihn schießt (JF berichtete).

Egling: Ein Mann mit dunklem Hauttyp und gebrochenem Deutsch schlägt auf einem Dorffest einen 24jährigen Deutschen nieder und greift einen 16jährigen mit einem Messer an. Dem 16jährigen wird ein Muskel durchtrennt, er muss operiert werden.

Frankfurt am Main: In der Nacht zum 18. Juli kommt es in der Frankfurter Innenstadt zu zwei schwulenfeindlichen Angriffen. Einem 62jährigen Mann, der händchenhaltend mit seinem Partner auf der Battonnstraße unterwegs ist, wird von einem jungen Mann mit kurzen lockigen Haaren und gekleidet in einem weißen Jogginganzug, unter Verweis auf die sexuelle Orientierung des Opfers mit einer Glasflasche ins Gesicht geschlagen. Kurze Zeit später schmeißen Unbekannte Glasflaschen auf eine Bar der Schwulenszene.

Frankfurt am Main: In der Nacht zum 19. Juli holt ein 36jähriger Fahrdienstleiter vier Männer an einem Club am Flughafen ab. Bereits während der Fahrt kommt es aufgrund des Verhaltens der Fahrgäste zu Streit. Kurz nach der Ankunft am Ziel zerren die unbekannten Täter den Fahrer aus dem Auto, schlagen brutal auf ihn ein und rauben sein Bargeld. Das Opfer muss anschließend ins Krankenhaus.

Gera: Ein 14jähriger Russe und ein 19jähriger Afghane schlagen einen 15jährigen Deutschen am 16. Juli in einem Park zusammen. Das Opfer erleidet eine Schnittverletzung am Auge.

Gera: Ein 23- und ein 24jähriger Georgier bestehlen am 16. Juli mit einer extra präparierten Tasche mehrere Geschäfte in einem Einkaufszentrum.

Greifswald: Eine 19jährige Syrerin versucht am 11. Juli, ein zwölfjähriges deutsches Mädchen zu Straftaten zu animieren. Kurz darauf bedroht sie das Kind mit einem Küchenmesser und raubt es aus.

Jena: Ein Mann mit arabischem Phänotyp wirft am 19. Juli eine Glasflasche nach einem 19jährigen. Anschließend greift er ihn an und hinterlässt unter anderem Bissverletzungen.

Leipzig: Die Polizei nimmt am 12. Juli einen 21jährigen Syrer fest, nachdem er zuvor einen 22jährigen Syrer mit einem Messer ausraubte.

Magdeburg: Die Polizei nimmt am 16. Juli bei einer Routinekontrolle einen 23jährigen Syrer fest, nachdem sie bei ihm Drogen, Bargeld und „weitere verfahrensrelevante Gegenstände“ findet. Daraufhin lässt sie seine Wohnung durchsuchen – und findet weitere Drogen, viel Bargeld, typische Utensilien für den Drogenhandel und Messer.

München: Ein 31jähriger Somalier belästigt am 15. Juli eine 31jährige Frau im Bus sexuell und will sie küssen.

Ruhpolding: Ein 28jähriger Afghane versucht am 15. Juli, Passanten am Bahnhof mit einem Messer zu erstechen (JF berichtete). Der Asylbewerber läuft über das Gelände, sucht sich vereinzelte Bürger aus, führt eine Stichbewegung in ihre Richtung aus und jagt ihnen hinterher. Da sich die Tat am frühen Morgen ereignet, sind auch Schulkinder vor Ort, die vom Bahnhof fliehen müssen und sich anschließend verstecken.

Sondershausen: Am 19. Juli zieht ein 42jähriger Marokkaner in einem Supermarkt ein Messer und bedroht damit den Sicherheitsdienst. Anschließend richtet er das Messer auf sich selbst und droht mit Suizid.

Traunstein: Ein 26jähriger Türke sticht am 12. Juli einem 31jährigen Türken mit Flaschen und einem Klappmesser in den oberen Rücken. Die Verletzungen sind lebensbedrohlich und der Angreifer wird festgenommen.

Trier: Am 15. Juli greift ein 22jähriger Afghane den ebenfalls 22jährigen Studenten Marius Dick in der Nähe der Universität mit einem Messer an (JF berichtete). Zweimal wird dem Studenten in den Brustkorb gestochen, wenige Stunden später stirbt er im Krankenhaus. Nach kurzer Fahndung konnte die Polizei den Afghanen festnehmen. Hinweise auf ein Tatmotiv soll es bislang nicht geben, die Staatsanwaltschaft Trier ordnete die Unterbringung des Tatverdächtigen in einer Psychiatrie an. Die Eltern des Tötungsopfers – zwei Lokalpolitiker der CDU – fordern nun politische Konsequenzen: „Es muss sich in Deutschland etwas ändern. Wir fühlen uns nicht mehr sicher.“

Ulm: Am 14. Juli beginnt der Prozess gegen eine 30jährigen Eritreer, der im Januar einen Handyverkäufer vor einem Media-Markt mit einem Messer angriff und ihm dieses mehrfach in den Kopf rammte. Die Anklage lautet: versuchter Mord.

Warendorf (NRW): Am 15. Juli, gegen Mitternacht, ermahnt ein 50jähriger Mann zwei Männer im Alter von 26 und 28 Jahren wegen Lärmbelästigung. Daraufhin kommt es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der der 50jährige zu Boden stürzt und der 26jährige Tatverdächtige ihm anschließend noch mehrere Faustschläge in den Bauchbereich versetzt. Das Opfer stirbt am darauffolgenden Nachmittag, der Tatverdächtige befindet sich in Untersuchungshaft. Er soll die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.

Witten: Am 17. Juli greift ein 19jähriger Syrer in einer Asylunterkunft einen 39jährigen Mitbewohner mit einem Messer an und verletzt ihn lebensgefährlich. Anschließend flüchtet er und wird am darauffolgenden Tag von der Polizei aufgegriffen.

Wittenberg: Ein 30jähriger Syrer zieht sich am 13. Juli vor einer Frau aus und fragt, ob sie mit ihm intim werden wolle. Dasselbe wiederholt er kurz darauf bei einer anderen Frau.

Wolfhagen: Am 17. Juli schlägt ein 27jähriger Slowake einem 22jährigen Zugbegleiter ins Gesicht. Der Grund: Der Zugbegleiter hatte ihm einen Monat zuvor eine Fahrpreisnacherhebung ausgestellt, da der spätere Täter ohne Ticket gefahren war. Der 22jährige erleidet eine Platzwunde an der Lippe, der Angreifer wird vorläufig festgenommen.

Nach dem tödlichen Messerangriff von Treier sichern Polizisten am Tatort Spuren. Foto: picture alliance/dpa/Floria Blaes | Floria Blaes
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