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Zwei Verletzte: Russische Drohne trifft Wohnhaus in Rumänien

Zwei Verletzte: Russische Drohne trifft Wohnhaus in Rumänien

Zwei Verletzte: Russische Drohne trifft Wohnhaus in Rumänien

Rettungskräfte stehen im rumänischen Galati, nachdem dort eine russische Drohne in ein Wohnhaus gekracht ist
Rettungskräfte stehen im rumänischen Galati, nachdem dort eine russische Drohne in ein Wohnhaus gekracht ist
Rettungskräfte in der Nähe des Wohnhauses in Rumänien. Foto: IMAGO / Alex Nicodim
Zwei Verletzte
 

Russische Drohne trifft Wohnhaus in Rumänien

Eine mutmaßlich russische Drohne stürzt in Rumänien vom Himmel – mitten in einem Nato-Staat. Zwei Menschen sollen dadurch verletzt worden sein. Polen und Frankreich reagieren auf den Vorfall.
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GALATI. In der rumänischen Stadt Galați ist in der Nacht zum Freitag eine Drohne in ein Wohngebäude gekracht. Nach Aussagen des Verteidigungsministeriums soll es sich um eine russische Geran-Drohne handeln, berichten rumänische Medien. Zwei Menschen wurden verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert. Fotos zeigen, dass zunächst ein Feuer im Gebäude ausbrach. Mittlerweile scheint es gelöscht zu sein.

„Das Verteidigungsministerium verurteilt das unverantwortliche Vorgehen der Russischen Föderation aufs schärfste und betont, dass dies eine neue Herausforderung für die regionale Sicherheit und Stabilität im Schwarzmeerraum darstellt“, hieß es von seiten der Behörde. Galați liegt im Osten des Landes, unweit der ukrainischen Grenze. Dort hatte Russland in der Nacht mehrere Ziele mit Drohnen attackiert.

Kampfflugzeuge hatten Drohnen gesichtet

Bereits zuvor hatte die rumänische Luftabwehr zwei Kampfflugzeuge vom Typ F-16 gestartet. Diese hatten die entsprechende Drohne identifiziert und verfolgt, ihren Absturz in das Wohngebäude jedoch nicht verhindern können. Die Situation sei dynamisch, teilte das Verteidigungsministeriums mit.

Sprecher der polnischen und französischen Regierungen bekundeten ihre Solidarität mit Rumänien. Der polnische Außenminister Radosław Sikorski betonte, es sei unerheblich, ob der Einschlag absichtlich oder versehentlich geschehen sei. „Russland ist nach wie vor gefährlich, und wir müssen uns gegen das Land verteidigen“, sagte er. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot gab bekannt, dass er den russischen Botschafter einbestellt habe.

Rumänien ist seit 2004 Mitglied der Nato und seit 2007 Mitglied der EU. 2024 hatte der Staat den rechten und pro-russischen Politiker Călin Georgescu von der Präsidentschaftswahl ausgeschlossen, nachdem dieser im ersten Wahlgang eine relative Mehrheit erlangt hatte (JF berichtete).

2022 schlägt Rakete in polnischem Dorf ein

In der Vergangenheit waren immer wieder Raketen und Drohnen sowohl von ukrainischer wie russischer Seite in Gebieten eingeschlagen, die außerhalb des Kampfgeschehens liegen. Im November 2022 hatte eine ukrainische Rakete ein Wohnhaus im polnischen Grenzdorf Przewodów getroffen und zwei Menschen getötet. Mutmaßlich handelte es sich um eine Luftabwehrrakete, die eigentlich eine russische Rakete hatte treffen sollen.

Im März schlugen mehrere mutmaßlich ukrainische Drohnen in Lettland ein und beschädigten dabei unter anderem ein Kraftwerk (JF berichtete). Die Pressesprecherin des Sicherheitspolizeiamts, Marta Tuul, betonte, dass ihre Behörde von einem Versehen ausgeht. (lb)

Rettungskräfte in der Nähe des Wohnhauses in Rumänien. Foto: IMAGO / Alex Nicodim
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