PARIS/LYON. Nach dem von Linksextremen verübten Mord an einem Anhänger der Identitären Bewegung hat Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron zu „Ruhe, Zurückhaltung und Respekt“ aufgerufen. Zugleich sprach er der Familie des rechten Demonstranten auf der Plattform X sein „Mitgefühl und die Unterstützung der Nation aus“ und forderte, „die Urheber dieser Schandtat vor Gericht zu stellen“. Das linksextreme Motiv der Täter verschwieg Macron. Stattdessen sprach er davon, der getötete rechte Demonstrant sei „Opfer einer Welle beispielloser Gewalt“ geworden.
Deutlich schärfer und konkreter zum Tatmotiv äußerte sich die ehemalige Präsidentschaftskandidatin des Rassemblement National (RN), Marine Le Pen. Sie rief die Regierung dazu auf, „aus ihrer Lethargie gegenüber linksradikalen Milizen zu erwachen, die seit Jahren, gestützt auf die Nachsicht und Unterstützung von Parteien wie La France Insoumise, im öffentlichen Raum Einschüchterungen, Drohungen und Übergriffe vervielfacht haben“. Die Antifa solle als terroristische Organisation eingestuft werden.
L’agression effroyable qui a eu lieu à Lyon et qui laisse un jeune homme de 20 ans entre la vie et la mort, appelle le gouvernement à sortir de sa torpeur face à des milices d’extrême-gauche qui depuis des années, s’appuyant sur la complaisance et le soutien de partis tels que la…
— Marine Le Pen (@MLP_officiel) February 13, 2026
Auch der Chef des RN, Jordan Bardella, wies auf die Tatsache hin, daß der mutmaßliche Angreifer Verbindungen zur linksextremen Partei La France insoumise (LFI) hat. Berichten zufolge soll der für die Tötung verantwortliche Mann Mitarbeiter des LFI-Abgeordneten Raphaël Arnault gewesen sein. Arnault war bereits in der Vergangenheit mit Gewaltakten aufgefallen (JF berichtete). „Es ist an der Zeit, sich der Gefahr bewußt zu werden, die die extreme Linke mit ihrer Intoleranz, die darauf abzielt, jede abweichende Meinung – auch durch Einschüchterung und Gewalt – zu unterdrücken, für unsere Institutionen, für die Demokratie und für die Gesellschaft darstellt“, schrieb Bardella auf X. Die Straffreiheit der Linken müsse ein Ende haben.
Après une violente agression par des membres de la Jeune Garde, dont certains seraient proches du député LFI Raphaël Arnault, un militant proche du Collectif Némésis est entre la vie et la mort.
Les faits sont d’une extrême gravité et appellent la mobilisation de l’ensemble de…
— Jordan Bardella (@J_Bardella) February 13, 2026
Angreifer waren bewaffnet
Das Mordopfer, ein 23jähriger Anhänger der Identitären, der bislang nur als Quentin D. bekannt ist, wurde am Donnerstag von Linksextremen überfallen und so schwer zusammengeschlagen, daß er in ein Krankenhaus eingeliefert werden mußte und keine Hirnaktivität mehr zeigte. Der Überfall ereignete sich, während Quentin D. eine Aktion der identitären Frauengruppe Nemesis in Lyon schützte.
Eine Anhängerin von Nemesis, Mathilda, schilderte gegenüber der JUNGEN FREIHEIT die Ereignisse vom Donnerstag: „Vorgestern Abend haben unsere Aktivistinnen aus Lyon vor einer Konferenz von Rima Hassan am Institut d’Études Politiques in Lyon eine Aktion durchgeführt. Unsere sieben Aktivistinnen wurden dabei am Rande der Veranstaltung angegriffen.“ Die jungen Männer, darunter Quentin D., die für die Sicherheit der Frauen sorgen sollten, standen in der Nähe und seien zeitgleich angegriffen worden.
Besonders Quentin D. sei mit „extremer Gewalt“ attackiert worden, sagte Mathilda. „Quentin wurde zu Boden geworfen, sein Schädel schlug auf, dann wurde er mit Tritten traktiert. Seine Angreifer waren vermummt, mit Schutzhandschuhen und Tränengas bewaffnet, was kaum Zweifel an der Vorsätzlichkeit ihres Angriffs ließ.“ Inzwischen gibt es auch eine Videoaufnahme der Tat.
Vidéo du meurtre de Quentin par la milice de Mélenchon. (TF1) pic.twitter.com/qmgxItHr5T
— Damien Rieu (@DamienRieu) February 14, 2026
Angreifer ist Mitarbeiter eines linksextremen Politikers
Aufgrund seiner Verletzungen sei der 23jährige anschließend rasch ins Édouard-Herriot-Krankenhaus gebracht worden. „Er erlitt zahlreiche Hirnverletzungen. Anschließend wurde er in ein künstliches Koma versetzt, da er hirntot war. Dies ist nach wie vor der Fall (Inzwischen ist Quentin D. verstorben, Anm. d. Red.). Ein Priester spendete ihm die letzte Ölung“, schilderte Mathilda. Es sei mittlerweile klar, daß er nicht überleben werde.
Die Anhänger von Nemesis erkannten unter den Angreifern unter anderem einen Mann namens Jacques-Élie Favrot – einen Mitarbeiter des LFI-Abgeordneten Raphaël Arnault. Die zahlreichen linken Medien des Landes berichteten anschließend kaum über die Tat oder bezeichneten sie lediglich als „Schlägerei“ oder „Auseinandersetzung“.
Rechte Gruppen bekennen Solidarität
„Seine Familie möchte weder Quentins Gesicht noch seinen Namen preisgeben. Unsere Aktivistinnen stehen derzeit noch unter Schock“, erklärte Mathilda zudem.
Mehrere rechte und identitäre Gruppen aus ganz Europa veröffentlichten auf X nach der Tat Trauerbekundungen und kündigten unter dem Hashtag #JusticePourQuentin für die kommenden Tage Demonstrationen an. Der Slogan „Quentin? Present!“ (auf deutsch: „Quentin? Hier!“ oder „Quentin ist anwesend!“) tauchte in mehreren europäischen Städten als Graffiti auf.
🇫🇷 Pas de justice, pas de paix.
Mobilisation pour Quentin à Aix-en-Provence.
Dimanche 15 février, 16h, Place de Verdun – Palais de Justice. pic.twitter.com/RikWSEHwRy
— Tenesoun (@tenesoun) February 14, 2026
(lb/dh)





