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Migranten auf der Sea-Watch 3 (Archivbild)
Migranten auf der Sea-Watch 3 (Archivbild) Foto: picture alliance / Salvatore Cavalli /AP Photo

Sea-Watch und Open Arms
 

Hilfsorganisationen bringen erneut Mittelmeermigranten nach Europa

ROM. Die deutsche Migrantenhilfsorganisation Sea-Watch hat bei zwei Einsätzen im Mittelmeer binnen weniger Stunden rund 90 Personen an Bord eines ihrer Schiffe genommen. Wie der Berliner Verein am Freitag mitteilte, rettete die Crew der Sea-Watch 3 am frühen Freitag morgen mehr als 60 Personen aus einem Holzboot. Darunter hätten sich Kinder und Verletzte befunden.

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Wenige Stunden zuvor hatte die Crew nach eigenen Angaben innerhalb der maltesischen Such- und Rettungszone während eines sogenannten Pullbacks durch die libysche Küstenwache 33 Migranten aufgenommen. Die Küstenwache habe demnach versucht, die Personen zurückzuholen. Bei anderen Migranten sei ihr das auch gelungen, schrieb Sea-Watch auf Twitter.

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Am Donnerstag hatte die Flüchtlingshilfsorganisation Open Arms 154 Migranten zur italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa gebracht. Die Menschen seien auf insgesamt fünf kleineren Booten unterwegs gewesen und vom Open-Arms-Schiff Astral aufgenommen worden, teilte die spanische Nichtregierungsorganisation auf Twitter mit. Deren Segelyacht ist nicht darauf ausgelegt, Flüchtlinge aufzunehmen, sondern befindet sich seit rund zwei Wochen auf einer Beobachtungsmission im Mittelmeer.

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Zentrale Mittelmeerroute bleibt relevanteste für Europa

Die zentrale Mittelmeerroute ist aus Sicht Europas im Moment die relevanteste. Auf der östlichen Route zwischen der Türkei und Griechenland sowie auf der westlichen zwischen Marokko und Spanien seien in diesem Jahr Rückgänge zu verzeichnen, hatte die Migrationsagentur International Centre for Migration Policy Development (ICMPD) auf Nachfrage der JUNGEN FREIHEIT vor kurzem mitgeteilt. Wie erwartet, nehme der Migrationsdruck auf Europa insgesamt – zwar bislang moderat –wieder zu.

Das ICMPD unter Leitung des früheren österreichischen Außenministers Michael Spindelegger fordert die EU-Staaten seit Jahren dazu auf, sich auf eine gemeinsame Migrationsstrategie zu einigen. Strengere Kontrollen an den Außengrenzen oder striktere Zurückweisungen würden auswanderungswillige Personen etwa in Nordafrika davon abhalten, den Weg nach Europa anzubrechen.

„Eine solche Einigung würde mit Sicherheit wahrgenommen werden – schon alleine bei den Schleppern. In Kombination mit konsequenten Kontrollen und funktionierenden Rückführungen hätte diese Einigung zweifellos Auswirkungen auf die irreguläre Migration“, ist das ICMPD überzeugt. (ls/zit)

Migranten auf der Sea-Watch 3 (Archivbild) Foto: picture alliance / Salvatore Cavalli /AP Photo
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