Jürgen Resch
Jürgen Resch, der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, zeigt sich nicht überrascht über das Ende der Finanzhilfen von Toyota Foto: (c) dpa
Finanzhilfe aus dem Ausland

Toyota stellt Zahlungen an Deutsche Umwelthilfe ein

TOKYO. Der japanische Autobauer Toyota hat angekündigt, die finanzielle Unterstützung für die Deutsche Umwelthilfe (DUH) einzustellen. Ein Unternehmenssprecher betonte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, der Schritt habe nichts mit dem derzeitigen Kampf der Organisation für Dieselfahrverbote in deutschen Städten zu tun.

Der Konzern sagte, in den vergangenen 20 Jahren habe man der DUH mit Beträgen im mittleren fünfstelligen Bereich geholfen. Ab 2019 werde kein Geld mehr an die Umwelthilfe fließen.

Zusammenarbeit steht seit langen in der Kritik

Die Zusammenarbeit war seit langem kritisiert worden. Toyota setzt stärker als andere Hersteller auf Autos mit Hybrid-Antrieb, die von Fahrverboten nicht betroffen sind. „Die Entscheidung überrascht uns nicht, der Druck der Autoindustrie auf Toyota wurde immer größer“, kommentierte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch die Entscheidung.

Ende November hatte die Brauerei Krombacher die Zusammenarbeit mit der DUH beendet. Einen konkreten Grund für das Ende der Kooperation nannte der Bierproduzent aus Nordrhein-Westfalen nicht.

Kurz zuvor hatte der Bezirksverband der CDU Nordwürttemberg gefordert, der DUH die Gemeinnützigkeit abzuerkennen. Der Vorstoß beschäftigt die Union auf dem bevorstehenden Bundesparteitag am kommenden Wochenende. (ag)

Jürgen Resch, der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, zeigt sich nicht überrascht über das Ende der Finanzhilfen von Toyota Foto: (c) dpa

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