Deutsche Umwelthilfe
Der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, während der Verhandlung über ein Diesel-Fahrverbot in Frankfurt am Main Foto: picture alliance/Arne Dedert/dpa
Baden-Württemberg

CDU-Bezirksverband bezweifelt Gemeinnützigkeit der Umwelthilfe

STUTTGART. Der CDU-Bezirksverband Nordwürttemberg hat gefordert, der Deutschen Umwelthilfe die Gemeinnützigkeit abzuerkennen. Der Bezirksvorsitzende Steffen Bilger sagte laut Nachrichtenagentur dpa, die Umwelthilfe verfolge mit ihren Klagen für Diesel-Fahrverbote in Städten eigene Ziele.

Bilger wirft der Organisation vor, den einheimischen Autoherstellern schaden zu wollen. „Eine Motivation könnte beispielsweise in der hohen Bezuschussung durch die japanische Autoindustrie liegen, um der hiesigen Konkurrenz zu schaden.“ Die Umwelt- und Verbraucherrechtsorganisation wird unter anderem von Toyota finanziell unterstützt.

Weitere Fördergelder kommen vom Umweltministerium. Allein für seine „Informationskampagne“ zum Thema Stickstoff hat der Verein Steuergeld aus dem Ministerium in Höhe von bislang rund 150.000 Euro erhalten. Tochter- und Schwestervereine der Umwelthilfe profitieren ebenfalls von finanziellen Zuwendungen vonseiten des Bundes.

Umwelthilfe ist durch Klagen bekannt geworden

Die Deutsche Umwelthilfe ist durch Klagen gegen Städte bekannt geworden, in denen Schadstoff-Grenzwerte überschritten wurden. Aufgrund der Klagen verhängten Gerichte bereits Diesel-Fahrverbote in Hamburg, Mainz, Berlin, Stuttgart, Köln, Bonn, Essen und Gelsenkirchen.

Sollte die Umwelthilfe die Gemeinnützigkeit verlieren, könnte ihre Finanzierung schwieriger werden. Dann können beispielsweise Spenden nicht mehr steuerlich abgesetzt werden. (ag)

Der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, während der Verhandlung über ein Diesel-Fahrverbot in Frankfurt am Main Foto: picture alliance/Arne Dedert/dpa

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