Grenze
Grenze: Slowenien hält weiter an dem Zaun zu Kroatien fest Foto: picture alliance / PIXSELL
Türkei-Abkommen

Slowenien fürchtet Krisenzustand auf dem Balkan

LAIBACH. Sloweniens Außenminister Karl Erjavec hat vor einer erneuten Zuwanderungswelle über den Balkan gewarnt. „Slowenien droht zur Sackgasse für Migranten zu werden“, sagte er der Welt mit Blick auf ein mögliches Scheitern des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei.

„Wenn das Abkommen scheitert und die Türkei drei Millionen Migranten weiterziehen läßt, dann wird die Migrationswelle von den Staaten an der Westbalkanroute wahrscheinlich nicht zu bewältigen sein“, befürchtet der Außenminister.

Erjavec kann sich militärische Zusammenarbeit vorstellen

Um einem erneuten Ansturm standzuhalten, werde Slowenien daher auch weiterhin an dem Grenzzaun zu Kroatien festhalten. Auch eine enge militärische Zusammenarbeit mit weiteren betroffenen Ländern könne er sich gut vorstellen, um krisenähnliche Zustände auf dem Westbalkan zu verhindern, so Erjavec.

Zuvor hatte bereits der österreichische Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil (SPÖ) vor einem Scheitern des Türkei-Abkommens gewarnt. Auf einen erneuten Ansturm von Zuwanderern über die Balkanroute müsse sich Europa auch militärisch vorbereiten und zusammenarbeiten. (vi)

Grenze: Slowenien hält weiter an dem Zaun zu Kroatien fest Foto: picture alliance / PIXSELL

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