Das U-Boot „Titan“ liegt seit rund einer Woche versunken neben dem berühmten Schiffswrack der „Titanic“. Auch sie ist jetzt neben dem „unsinkbaren Schiff“ ein moderner Mythos der menschlichen Selbstüberschätzung.
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Das ganze Unternehmen ist doch aus einem geistlosen Hirn gekrochen. Sich in der Tiefe durch ein einzelnes 35 cm großes Fenster, mit größter Mühe nacheinander in Sichtposition zu kommen, die schrottreife Titanic zu sehen, anstatt bekannte vollumfängliche Videos vom harvarierten Schiff in Ruhe an Land zu betrachten, lässt doch wohl auf wahnhafte Vorstellungen der Teilnehmer schließen. Mit diesem Entscheidungsvermögen hat wohl keiner der Teilnehmer sein Geld verdient.
… daß er anstelle von fünfzigjährigen Weißen lieber ein „jüngeres und inspirierendes“ Team haben wolle. …
Jaja.
Wenn die fünfzigjährigen alten Weißen (Männer) erstmal ausgestorben sind, dann sind nur noch junge und inspirierende, sicherlich diverse und bunte Teams am Werke.
Das macht Hoffnung und schafft Vertrauen! Da steigt man gerne ein, da legt man sich gerne unters Messer.
Leider habe ich für solche Aktionen überhaupt kein Verständnis. Manche Leute haben scheinbar zu viel Geld und sind sehr naiv. Wer glaubt denn daran das eine Glasfaserkonstruktion solche Drücke aushält? Das Leben auf solch riskante Weise zu beenden ist einfach blinde Dummheit.
Kohle, aber sonst stimmt’s.
Stimmt,Kohlefaser.
Im Januar 1960 erreichten J. Piccard und D. Walsh mit der
‚Trieste‘ (Stapellauf 1953 !!) den Grund des Challengertiefs (10916 m)
im Marianengraben, also etwa die dreifache Tiefe in welcher die Trümmer
der ‚Titan‘ gefunden wurden. Man konnte also vor bereit 70 Jahren
Tauchboote bauen, die in größte Tiefen vordringen konnten.
Vermutlich lagen bei der ‚Titan‘ Konstruktions- oder Materialfehler vor.
Der Fortschritt ist mit den Ofern mutiger Männer gepflastert.
Gewiss eine Katastrophe für den Unterwasserrourismus.
Man wird daraus lernen und es das nächste Mal besser machen.
Vielleicht entwickelt sich ja eine neue lukrative Branche daraus.
Solche Artikel mit ,Hybris ‚ und ‚wenn Gott gewollt hätte das der Mensch fliegt, hätte er ihm Flügel gegeben…‘ sind Unsinn.
Wozu Unterwassertourismus? Diese Frage ist jetzt in Mode.
Wozu („alpines“) Bergsteigen? Diese Frage ist „schon seit immer“ beantwortet.
Wozu Passagierflugverkehr? Immer wieder Unglücke … Hunderte Tote, ganze Familien ausgelöscht, etc. Hört man solche Fragen?
Maßnahmen zur Isolierung von Menschen am Ende ihrer Lebensspanne (ohne Bedenken der Schattenseiten), damit sie an „egal was“ aber nur ja nicht am Coronavirus sterben. (Fast) unhinterfragt
Ich werde nie ein Unterwassertourist sein. Reizt mich nicht. Und ist obendrein sauteuer.
Trotzdem bin ich schon Risiken eingegangen, kalkulierbar aber nicht Null, die andere gemieden hätte. Bin auch immer wieder ganz banal in Passagierflugzeuge eingestiegen.
Wer nur sicher sein wolle, solle nicht aus dem Bett steigen, sprach Stockton Rush.
Ist es denn nicht so?
Manche gehen ein Risiko ein, nur im die berühmte Titanic „mit eigenen Augen zu sehen“. Andere gehen ein völlig vergleichbares Risiko ein, nur um aus Afrika in einen deutschen Mittelmeerhafen zu kommen.
Ja, rückschauend betrachtet, die hätten sich am besten ins Bettlegen und nie wieder aufstehen sollen. Sind wir zu Mitleid verpflichtet?
Da fällt mir noch was ein.
Was wird hier jetzt wieder von allerlei Technik-Schlaubergern getönt: „Wie konnte man nur …“
Wir kennen Krupp-Stahl (Echt? Kennen? Was ihr so unter kennen versteht …). Was ist Kohlefaser?
Ich erinnere mich nicht mehr genau, ist da nicht eine der prozentual geringen Katastrophen des im Prinzip erfolgreichen Shuttle wegen einer banalen „Kachel“ eingetreten. War es bei Challenger nicht ein banaler O-Ring.
Große Wirkungen setzen keineswegs große Ursachen („das hätte doch jeder wissen müssen“) voraus.
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