„Creatable World“-Reihe

Mattel bringt „genderinklusive“ Barbie auf den Markt

LOS ANGELES. Der Spielzeughersteller Mattel bringt eine „genderinklusive“ Puppe auf den Markt. Die neue Puppe ist laut dem Barbie-Produzenten frei von geschlechtlichen Zuschreibungen und wird mit männlicher und weiblicher Kleidung verkauft. Für den Konzern ist die neue Puppe eine Antwort auf die Bedürfnisse moderner Kinder. Diese „wollen nicht, daß ihr Spielzeug von Gender-Normen diktiert“ werde, teilte Mattel laut einem Bericht der Daily Mail mit.

Für das neue Design holte sich Mattel demzufolge auch Rat von Kinderärzten. Kinder können die Puppen aus der neuen „Creatable World“-Reihe nach eigenen Wünschen umgestalten, beispielsweise ihnen eine andere Frisur geben. Die sechs verschiedenen Sets verfügen zudem jeweils über unterschiedliche Hauttöne.

Dicke Barbie und Hijab Barbie

„Spielzeuge sind ein Spiegelbild der Kultur“, erläuterte die Vizepräsidentin der Puppendesign-Abteilung von Mattel den Schritt. „Während die Welt weiter die positiven Effekte von Inklusivität feiert, hatten wir das Gefühl, es sei an der Zeit eine Puppe zu erschaffen, die frei von Zuschreibungen ist.“

Eine der Beraterinnen der Firma, die kalifornische Kinderärztin Cara Natterson, lobte das neue Design. Es „reiße jegliches Hindernis nieder“. Sie hoffe, daß dadurch mehr Menschen dazu ermutigt würden, darüber nachzudenken, wie alle Kinder davon profitieren könnten, mit Puppen zu spielen.

Anfang des Jahres sorgte Mattell bereits mit einer schwarzen Puppe, die im Rollstuhl sitzt, für Schlagzeilen. Sie wurde zusammen mit einer Rampe verkauft, über die die behinderte Puppe, ins Puppenhaus gebracht werden konnte. 2016 brachte Mattel eine übergewichtige Barbie auf den Markt, 2017 folgte die moslemische Hijab-Barbie. (tb)

Mattels moderne Barbie-Versionen Foto: picture alliance / AP Photo

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