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Prozeß
 

Demjanjuk droht mit Hungerstreik

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John Demjanjuk 1943 Foto: Wikipedia

MÜNCHEN. Der wegen Beihilfe zur Ermordung von fast 30.000 Juden angeklagte mutmaßliche KZ-Wächter John Demjanjuk hat mit einem Hungerstreik gedroht, sollte das Gericht nicht Beweisstücke berücksichtigen, die seine Verteidigung vorgelegt hat. Wenn eine von seinem Anwalt Ulrich Busch angeführte Akte nicht Eingang in das Verfahren finde, werde er keine Nahrung mehr zu sich nehmen, ließ der 90 Jahre alte gebürtige Ukrainer laut einem Bericht der über seinen Verteidiger erklären.

Das Verfahren bezeichnete Demjanjuk als „politischen Schauprozeß“: „Für mich bleibt nur ein einziger Weg, der Welt zu zeigen, was für eine Verhöhnung der Gerechtigkeit dieses Verfahren darstellt.“

Demjanjuk muß sich nach seiner Auslieferung aus den Vereinigten Staaten seit November 2009 vor dem Landgericht München II wegen Beihilfe zum Mord in 27.900 Fällen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, in Sobibor Juden in die Gaskammern getrieben zu haben. Der 90jährige bestreitet jedoch, als sogenannter Trawnik (Hilfskraft) der Wachmannschaften in dem Konzentrationslager gewesen zu sein. Das Urteil ist für Ende März geplant. (krk)

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