Joachim Kuhs
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Weltklimarat
 

Amerikanisches Sparpaket empört Klimaschützer

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Blaine Luetkemeyer, kein Freund des IPCC Foto: privat

WASHINGTON. Amerikanische Politiker und Klimaexperten haben mit Empörung auf die angekündigte Einstellung der amerikanischen Zahlungen an den Weltklimarat reagiert. Der Abgeordnete Henry Waxman von den Demokraten warnte, die internationale Klimaforschung könnte „zu einem Ende“ kommen, wenn die Mittel für den Weltklimarat (IPCC) gestrichen würden. Der Klimaforscher Christopher Field von der Stanford Universität beteuerte, der Weltklimarat liefere die bestmöglichen Ergebnisse zum Klimawandel und sei daher unverzichtbar.

Hintergrund sind die Beschlüsse der republikanischen Mehrheitsfraktion im neuen amerikanischen Repräsentantenhaus für ein 60-Milliarden-Dollar-Sparpaket. Neben starken Einsparungen beim geplanten Emissionshandel sollen die Zahlungen der Vereinigten Staaten an den Weltklimarat wegfallen.

Federführend für diese Kürzung bei der Klimaforschung, über die in Amerika Zweifel bestehen, ist Blaine Luetkemeyer. Der Abgeordnete der Republikaner aus Missouri hat erreicht, daß dem IPCC insgesamt 13 Millionen Dollar an Mitteln entzogen werden. Luetkemeyer begründete dies damit, daß diese Institution mit „Müll“ beschäftigt und in „zweifelhafte Wissenschaften“ verstrickt sei. „Das ist das letzte, wofür hart arbeitende amerikanische Steuerzahler“ Geld bezahlen sollten, betonte Luetkemeyer.

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