Erst kamen dadaistische Reime, dann grinste Lenin um die Ecke: Der Musikwissenschaftler Tom Sora stellt sein neues Buch in der Bibliothek des Konservatismus vor. Es geht um Wokeness, Serielle Musik und eine kulturgeschichtliche Spurensuche.
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Arendt sieht als Ursache der Heraufkunft von Totalitarismus, Imperialismus und Antisemitismus, das Unvermögen eines Bürgertums, nach dem Verlust der organischen Ordnungen, zusammen mit den entwurzelten Massen einen politischen Raum zu gestalten.
Wagner, der sich mit Bakunin unterhielt, war Revolutionär, in der Kunst wie gesellschaftlich. Er hat sich in Dresden aktiv beteiligt, und musste nach der Schweiz fliehen. Die Musik, die ihm vorschwebte, sollte alles vereinzelte wieder zusammenführen, so wie einst die griechische Tragödie das Zusammensein in der polis unter den hereinblickenden Göttern gefeiert hat.
Die germanischen Götter und Helden konnte Wagner nicht mehr dem Publikum vermitteln. Siegfried und Parsifal sind jedoch große Gestalten.o
Die abendländische Geschichte ist ruhelos, immer wieder muss sie über sich hinausgehen. Die Künstler haben ihr bestes gegeben, haben Ubergänge ermöglicht. Als Schönberg der Untergang der klassischen Harmonielehre vorgeworfen wurde, sagte er: Einer musste es machen.
Die ‘gesangfeindliche’ Entwicklung, die natürlich alles mit der technischen zu tun hat, trifft die Künstler viel härter als die Anderen. Traf, denn es gibt sie nicht mehr.
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