Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm Foto: picture alliance/Wolfgang Kumm/dpa
Vor EKD-Synode

Bedford-Strohm rügt Klimapolitik der Bundesregierung

DRESDEN. Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm hat das Klimaschutzpaket der Bundesregierung als unzureichend kritisiert. „Warum bleibt die Politik an dieser so wichtigen Stelle hinter der gesellschaftlichen Bereitschaft zur Veränderung zurück“, fragte Bedford-Strohm in seinem Ratsbericht vor der EKD-Synode in Dresden.

Der jetzt vorgesehene Einstieg in die „CO2-Bepreisung“ führe noch zu keiner „nennenswerten Lenkungswirkung“. Für Bedford-Strohm ist es daher „ein Zeichen von Größe, wenn die Bundesregierung diese gesellschaftliche Dynamik wahrnehmen, auf sie reagieren, sie nutzen und ihr Klimapaket deutlich nachbessern würde“.

Spenden fürs Rettungsschiff

Hart ins Gericht ging der bayerische Landesbischof mit Bürgern, die den Warnungen über eine bevorstehende Klimakatastrophe mit Skepsis gegenüberstehen. „Wer das ignoriert oder als bloße Meinung abtut, leidet unter Realitätsverweigerung und verabschiedet sich aus einer ernsthaften demokratischen Debatte.“

Zugleich bekräftigte Bedford-Strohm den Beschluß des Rates der EKD, sich in einem „breiten gesellschaftlichen Bündnis“ an einem Schiff zur Seenotrettung im Mittelmeer zu beteiligen. Eine entsprechende Spendenkampagne werde Anfang Dezember unter dem Hashtag #wirschickeneinSchiff gestartet, kündigte er an. Zudem halte die Evangelische Kirche an der Forderung nach „legalen und sicheren Zugangswege für Schutzsuchende“ sowie einem „solidarischen Verteilsystem in Europa“ mit fairen Asylverfahren fest. (tb)

Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm Foto: picture alliance/Wolfgang Kumm/dpa

Unterstützung

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen

aktuelles