Seit über einer Woche halten die Reaktionen auf einen unwillkommenen Kuß uns in Atem und überstrahlen den bescheidenen sportlichen Ertrag der Frauenfußball-WM. Was sagt das aus über die westlichen Kulturnationen?
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Rad05 hat Recht. „Rubiales hält den Kopf von Hermoso mit beiden Händen fest und zwingt ihr den Kuss auf den Mund auf. Das ist keine „Unappetitlichkeit“, sondern übergriffig und unverschämt. … ist einfach eine bodenlose Frechheit und Sauerei“. Ganz genau so ist es. Nun heißt es auch noch, die Spielerin selbst habe Rubiales ja auch hochgehoben. Dabei sieht man auf den Fotos (auf Kicker online zu sehen) eindeutig, dass Rubiales die Spielerin Hermoso von einer Stufe höher aus regelrecht angesprungen haben muss und nicht umgekehrt. Hermoso steht da ziemlich verkrampft, während Rubiales von vorne auf ihr drauf sitzt. Zu sehen ist auf kicker online auch seine „ich trete nicht zurück Rede“ Dieser Typ ist ein Narzisst, wie er im Buche steht. Auch mit „Golduhren“-Rummenigge hat Rad05 recht. Der war schon als Spieler ein Unsympath sondergleichen und als Manager im Gegensatz zu Hoeneß das eiskalte Herz des FC Bayern. Wundert mich nicht, dass ausgerechnet dieser falsche Fuffziger so was zum Besten gibt. Ich tippe drauf, dass die beiden Herren sich von diversen internationalen Veranstaltungen kennen und wohl gemeinsame Erlebnisse der einschlägigen Freizeitbespaßung dort teilen …
Als Mann kann ich nur sagen: Haltet euch im Berufsleben von der Frauen fern!
Da gab es doch mal einen Schlager: „Rote Lippen soll man küssen….!“ Meine durchaus ernste Kritik ist aber: Solch ein Heißsporn hätte anstandmäßig doch so höflich sein sollen zu fragen. Ansonsten ist dies heißgekochte Thema eine Narrheit.
„- – -eher zur Sektensportart weiterentwickeln“. Auch weil meistens Not gegen Elend antritt.
Und das Elend wird noch größer, wenn man nach verlorenen Kicken , sich die Entschuldigungen anhören muss. Sie haben es leider noch nicht gerafft. Die Wahrheit liegt nämlich auf dem Platz. „Das war deutlich: Mit 0:15 haben die Bundesligafrauen des MSV Duisburg gegen den Männer-Bezirksligisten TuS Essen-West verloren“ . Reviersport.
Tja, schon Plato warnte vor der Ochlokratisierung der Demokratie.
Wenn äusserst Mittelmäßige aus ihren Reihen die Mittelmäßigsten an die Macht wählen, wenn hochgepeitschter Pöbel ohne Sinn und Verstand S E I N E Maßstäbe setzt … dann ist „Hexenjagd“, dann ist finsterstes Mittelalter, dann bleibt kein Stein mehr auf dem Anderen und manch ein Kopf nicht mehr auf seinem Hals. –
Aber WIR, wir haben ja eine wunderbare Regierung die mit Maß und Verstand regiert und weiß was die Menschen im Lande wollen. –
So treffsicher und elegant auf den Punkt gebracht – es gibt nichts hinzuzufügen.
Erinnert sich noch jemand an den legendären Diego Maradona?
Als ich, zu Besuch bei Verwandten, gezwungen war – Profi-Fußball hat mich als Jugendfußball-Trainer meines Dorfvereines schon lange nicht mehr interessiert – irgendein Weltmeisterschaftsspiel zwischen Argentinien und „weiß ich nicht mehr“ anzuschauen, hat der als Trainer fungierende, offensichtlich untaugliche Maradona einen Spieler ausgewechselt (seine Mannschaft lag in Führung). Den Spieler, den er selber zum Auswechseln vom Spielfeldrand holte, begleitete er selber zur Auswechselbank, wobei er ihn mit unzähligen Küssen auf die Wange bedachte.
Was würde die Queer-Gemeinde heute dazu sagen?
Ein Kuss auf den Mund ist eine sehr intime Geste. Im Gegensatz zum Kuss auf die Wange („Bussi“) ist der auf den Mund sehr wohl erotisch konnotiert. Rubiales hält den Kopf von Hermoso mit beiden Händen fest und zwingt ihr den Kuss auf den Mund auf. Das ist keine „Unappetitlichkeit“, sondern übergriffig und unverschämt. Das hat auch nichts mit Überschwang der Gefühle zu tun, sondern ist einfach eine bodenlose Frechheit und Sauerei, möglichweise unter Ausnutzung der Situation, die gleichzeitig als Anlass und als Entschuldigung dient. Da gibt es keine zwei Meinungen. Wer das nicht begreift, dem ist nicht zu helfen. Das hat mit MeToo oder LGBTQ-Wahnsinn rein gar nichts zu tun. Der Autor vermengt m.E. hier Dinge, die nichts miteinander zu tun haben. Rummenigges Relativierung überrascht mich nicht. Ob dessen gelebte Moralvorstellungen hier als Referenz angeführt werden sollten, ist sehr fragwürdig, da der Mann seiner Frau – laut Aussage dieser – jahrelang fremdgegangen ist. Vielleicht ist dem Autor das nicht bekannt, sonst hätte er auf diesen Kronzeugen vielleicht verzichtet.
Sie haben sich beide hoch emotional gefreut. Sie haben sich beide fest umarmt (was nach spanischen Regeln schon übergriffig ist). Hermoso hat Rubiales fest gepackt, an sich gedrückt und hochgehoben (was völlig deplatziert war und mehr als übergriffig ist). Darauf hat er ihr den Kuss gegeben (was übergriffig ist). Und alle hetzen jetzt gegen Rubiales? Die Frau war auch übergriffig und alle schlagen auf den Mann ein?
Der Frauenfußball wird sich, als gesteuerte und propagierte Sportart, mittelfristig wohl gleich wie die Linke eher zur Sektensportart weiterentwickeln. Ich vermute eine Art Lesbenfußball wo man dann Kampfgetöse gegen „böse weise alte Männer“ ablassen darf.
Doch dafür gibt es eine Gegenmaßnahme – das Selbstbestimmungsgesetz.
Was mir noch fehlt: das Gleichbezahlungsgesetz. Also das Frauen im Fußball das gleiche wie Männer verdienen – aus Gerechtigkeitsgründen.
Dann hole ich mir eine drittklassige Unterligamannschaft ohne Aufstiegschancen, lassen sie sich zur Frauen definieren und werde mit ihnen Frauenfußball-Weltmeister inkl. Prämien und Werbeeinschaltungen. Sollten sie nach dem Sieg Lust verspüren die Zweitplazierten zu küssen, warum nicht? So von Frau zu Frau kann da auch keine was dagegen sagen, wenn sie nicht Trans- und Lesbophob ist.
Eine Trans-Frau ist eine Frau. Punkt.
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