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Indoktrinierung von Kindern: Es regt sich Widerstand

Indoktrinierung von Kindern: Es regt sich Widerstand

Indoktrinierung von Kindern: Es regt sich Widerstand

LGBTQ
LGBTQ
Kinder auf einer LGBTQ-Demonstration Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Ty O’Neil
Indoktrinierung von Kindern
 

Es regt sich Widerstand

Anhänger des Gregorianischen Kalenders befinden sich in der irrigen Annahme, wir zählten gerade den Monat Juni. Der vermeintlich fortschrittlichere Teil der Welt hat sich derweil in eine kollektive Regenbogenfahne gewickelt und begeht mit allerlei Festivitäten und Aktionen stattdessen den sogenannten „Pride Month“. Gemeinhin feiert hier der „queere“ Teil der LGBTQ-Irgendwas-Szene seinen Stolz, nicht heterosexuell zu sein, was man als penetrant-öffentlichen Mitteilungsdrang wohl nur dann nachvollziehen kann, wenn man sonst nichts von sich selbst zu erzählen weiß.

Seit im Zuge der globalen Diversitäts- und Identitätspolitik die Zugehörigkeit zu sexuellen Minderheiten neuerdings als Top-Qualifikationsmerkmal für jede Spitzenposition gehandelt wird, verspüren nicht wenige den Drang, ihre gefühlte Benachteiligung möglichst schrill und laut zu inszenieren – je irrealer sie ist, um so mehr. Unternehmen schließen sich derzeit demonstrativ dem Bekenntnis zu Solidarität und Toleranz an, pinseln ihre Firmenlogos regenbogenfarben an, beflaggen Firmenzentralen, pressen Sportlern Regenbogenfahnen auf Trikots und Helme und bestücken Anzeigenkampagnen mit „Markenbotschaftern“, die noch in den 1990ern als zu dick oder zu häßlich aussortiert worden wären, jetzt aber mit „Diversity“ punkten.

Calvin Klein gratuliert allen schwangeren Männern auf Plakaten zum Muttertag, Schulen nötigen Kindern Toleranz-Aktionswochen auf, und Trans-„Frauen“ erklären den Bio-Frauen auf allen medialen Kanälen, warum die behaarte Brust jetzt einen weiblichen Markenkern darstellt. Was mit dem Christopher Street Day als Aktionstag der Lesben- und Schwulenbewegung begann, wurde irgendwann zur „Pride“-Woche und ist jetzt bereits zum Monats-Ereignis erweitert. Es dauert sicher nicht mehr lange, bis wir das Regenbogen-Jahrzehnt einläuten – oder befinden wir uns in Wahrheit nicht längst darin?

Frontalangriff gegen Falschberichterstattung

Mit perfektem Timing zum Start in die jährlichen Regenbogenfestspiele fuhren nun fünf Gastautoren in der Tageszeitung Die Welt einen überraschenden Frontalangriff gegen die grassierende Falschberichterstattung öffentlich-rechtlicher TV-Formate, die konsequent biologische Fakten zur Zwei- und Transgeschlechtlichkeit verdrehen. Man spricht von aufdringlicher Sexualisierung, Indoktrination, „Inszenierung von Journalismus“ und einer „queeren“ Transgenderideologie, die naturwissenschaftliche Tatsachen leugne und gar einen Trans-Hype schüre. Hunderte von Wissenschaftlern und Ärzten unterstützen den Aufruf.

Die Vorwürfe sind hart, berechtigt und mit einem umfangreichen Dossier an Beispielen untermauert, das sich vor allem Eltern zu Gemüte führen sollten, handelt es sich doch vor allem um Sendeformate des ARD/ZDF-Jugendsenders „funk“, der sich in Social-Media-Kanälen von Instagram, Youtube, TikTok und Facebook mit zahlreichen Profilen an Kinder und Jugendliche richtet.

Allein die zitierten Beitragstitel sprechen Bände: Kai, der als Transmann sein Kind geboren hat, „Unter Kannibalen“ und „Ich trinke Menschenblut“, „Cruising: Freiheit durch Sex mit Fremden“, „Lustbremser Monogamie“, „5 Tips zur Masturbation“. Von „Wie ist es, eine Prostituierte zu sein?“ bis „Wie ist es, Pornos zu drehen?“ ist die Bandbreite sexueller Spielarten in Wort, Video und Bild frei erhältlich.

Transkritik ist rechts und reaktionär

Während die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten den Angriff mit eisigem Schweigen beantworten, schlägt nach einer kurzen Schockstarre die „Queer“-Lobby mit bewährtem Schema zurück: Man greift die renommierten Fachleute persönlich an, torpediert ihre Reputation, denn Transkritik und LGBTQ-Verweigerung ist schließlich rechts und reaktionär. Selbst der neue „Queer“-Beauftragte der Bundesregierung fühlt sich genötigt, die Kritik der Wissenschaft an ARD und ZDF als „Hetzbeitrag“ zu bezeichnen. Wer von Zweigeschlechtlichkeit spreche, der sei bereits „quasi-kreationistisch“ unterwegs.

Bei Twitter trendete kurzzeitig der Hashtag #HaltDieFresseSpringerPresse. Nur erbärmliche zwei Tage hielt der Axel-Springer-Verlag dem Lobby-Druck stand, dann warf sich der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner in einem an Peinlichkeit nicht mehr zu unterbietenden, öffentlichen Beitrag in den Staub vor einem Aktivismus, der nicht mit Argumenten, sondern mit Aggression punktet.

Nicht nur argumentativ, sondern auch verbal vergreift sich Döpfner dabei massiv gegen die eigenen Gastautoren, unterstellt gar Aussagen, die diese gar nicht tätigen, um sich dann wortreich davon zu distanzieren. Es entbehrt nicht einer gewissen Komik, wenn er renommierten Fachleuten, die seit Jahren mit Transkindern arbeiten, unterstellt, sie hätten vom Thema keine Ahnung, während er seine eigene Qualifikation aus dem Zitieren von Hollywood-Filmen ableitet.

Gefühle von LGBTQ-Menschen verletzt

Der Vorwurf, auch als Warnung an die eigenen Mitarbeiter zu verstehen, könnte banaler nicht sein: Der Beitrag habe Gefühle von LGBTQ-Menschen verletzt. Wenn jedoch die Vermeidung von Gefühlsausbrüchen bei Lesern und Zuschauern fortan die journalistische Linie des Hauses sein soll, kann man den Laden auch zumachen. Es ist nahezu tragisch mit anzusehen, wie das Erbe eines mutigen Axel Springer als Bollwerk für Freiheit und Meinungsvielfalt gerade in einem regenbogenfarbenen Sarg beerdigt wird. Knickt das Haus vor den aggressiven Reaktionen und Boykottdrohungen der LGBTQ-Lobby ein, wäre es zudem ein gefährlicher Präzedenzfall für die gesamte Branche. Autoren sollten Fakten benennen, anstatt sich dafür zu entschuldigen.

Wer bei Widerstand sofort zurückrudert, hat als Journalist seinen Beruf verfehlt. Die Vorwürfe der Wissenschaft gehören besprochen und nachrecherchiert. Nicht die Autoren, sondern die Rundfunkanstalten gehören an den Pranger. Und ja, es könnte diesmal für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk tatsächlich schiefgehen.

Bereits jetzt hagelt es Programmbeschwerden in den Rundfunkanstalten, man wird es nicht einfach aussitzen können, dafür sind zu viele Zuschauer schon lange von der Gender-Schnappatmung der Moderatoren zahlreicher Sender hochgradig genervt, und der Widerwille gegen die GEZ-Gebühren ist längst ein deutscher Nationalsport. Das aggressive Niederbrüllen jeder Genderkritik funktioniert nicht mehr. Wenn Genderkritik nämlich vermeintlich „rechts“ ist, sind wir längst ein Volk von Reaktionären. Und um es in Anlehnung an den schwulen Berliner Bürgermeister Wowereit zu sagen: Das wäre dann auch gut so.

JF 24/22

Kinder auf einer LGBTQ-Demonstration Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Ty O’Neil
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