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Fußballnationalmannschaft: Nach Bierhoff-Rücktritt: Wunderheiler gesucht

Fußballnationalmannschaft: Nach Bierhoff-Rücktritt: Wunderheiler gesucht

Fußballnationalmannschaft: Nach Bierhoff-Rücktritt: Wunderheiler gesucht

Oliver Bierhoff tritt zurück und hinterläßt beim DFB ein Trümmerfeld Foto: picture alliance/dpa | Lennart Preiss
Oliver Bierhoff tritt zurück und hinterläßt beim DFB ein Trümmerfeld Foto: picture alliance/dpa | Lennart Preiss
Oliver Bierhoff tritt zurück und hinterläßt beim DFB ein Trümmerfeld Foto: picture alliance/dpa | Lennart Preiss
Fußballnationalmannschaft
 

Nach Bierhoff-Rücktritt: Wunderheiler gesucht

Der Rücktritt von Oliver Bierhoff als Geschäftsführer der deutschen Fußballnationalmannschaft kommt zu spät. Seine Politisierung der DFB-Elf hat großen Schaden angerichtet. Sein Nachfolger steht vor gewaltigen Herausforderungen; und die Heim-EM naht. Ein Kommentar von Alexander Graf.
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Oliver Bierhoff war für den deutschen Fußball Segen und Fluch zugleich. Natürlich ist sein Golden Goal im EM-Finale 1996 unvergessen, das Deutschland damals den Titel bescherte. Doch was er in den vergangenen Jahren als Sportfunktionär beim Deutschen Fußballbund fabrizierte, überlagert seinen Ruhm aus Sportlertagen.

Nun, nach drei vergeigten Turnieren in Folge und immer neuen Tiefpunkten der woken Politisierung übernimmt er die Verantwortung. „In den vergangenen vier Jahren haben wir es nicht geschafft, an frühere Erfolge anzuknüpfen und den Fans wieder Grund zum Jubeln zu geben. Einige Entscheidungen, von denen wir überzeugt waren, haben sich nicht als die richtigen erwiesen“, äußerte Bierhoff sich zur Vertragsauflösung, auf die er sich mit dem DFB zuvor geeinigt hatte.

Der leichte Anflug von Selbstkritik kommt spät, zu spät. Denn der Schaden, der ehemalige Profikicker mit seiner „Haltung-zeigen“-Politik am deutschen Fußball maßgeblich mitverursacht hat, ist groß.

Bierhoff trägt Verantwortung für WM-Aus

Viele Fans haben sich genervt von der Nationalmannschaft abgewandt. Das Gebahren mit Regenbogenarmbinden, politischen Aussagen und zuletzt das Theater um Symbolpolitik vor dem WM-Spiel gegen Japan – rückblickend der Auftakt zum Scheitern in der Gruppenphase – sind untrennbar mit dem Wirken von Bierhoff verbunden.

Der in der Vergangenheit so oft beschworene Geist der deutschen Nationalmannschaft, ihr Steigerungspotential bei Wettkämpfen, ihr Ruf als „Turniermannschaft“ haben sich verflüchtigt. Das Team ist verunsichert und gespalten ob der Politik-Mätzchen.

Wer auch immer Bierhoff nun beerbt, wird eine Menge Aufbauarbeit leisten und verlorene Sympathien zurückholen müssen. Man könnte auch sagen, er muß bis zur Heim-EM in eineinhalb Jahren nicht nur Trümmermann, sondern Wunderheiler sein.

Oliver Bierhoff tritt zurück und hinterläßt beim DFB ein Trümmerfeld Foto: picture alliance/dpa | Lennart Preiss
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