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Pleitereise nach Ostasien: Baerbock scheitert auf ganzer Linie

Pleitereise nach Ostasien: Baerbock scheitert auf ganzer Linie

Pleitereise nach Ostasien: Baerbock scheitert auf ganzer Linie

Annalena Baerbock am Strand in Palau: Außer Spesen nix gewesen Foto: picture alliance/dpa | Britta Pedersen
Annalena Baerbock am Strand in Palau: Außer Spesen nix gewesen Foto: picture alliance/dpa | Britta Pedersen
Annalena Baerbock am Strand in Palau: Außer Spesen nix gewesen Foto: picture alliance/dpa | Britta Pedersen
Pleitereise nach Ostasien
 

Baerbock scheitert auf ganzer Linie

Annalena Baerbock auf dem G20-Treffen in Indonesien, Annalena Baerbock in der Südsee, Annalena Baerbock auf Stippvisite in Tokio. Ergebnis: Viele schöne Bilder für den Instagram-Account von Annalena Baerbock. Ihre Fans mögen die Außenministerin für ihre Auftritte feiern, aber am Ende kehrt die Ministerin mit leeren Händen zurück. Vielmehr noch: Sie versprach mal wieder deutsches Steuergeld. Aber der Reihe nach.

Erste Station G20-Gipfel. Vollmundig kündigte Baerbock an, den ebenfalls angereisten russischen Außenminister Sergej Lawrow mit keinem Blick zu würdigen und ihn zwischen Horsd’œuvre und Begrüßungssektchen eiskalt stehenzulassen. Stehen gelassen wurde dann Baerbock selbst. Nachdem Lawrow seine Rede gehalten hatte, dampfte der einfach ab und ließ die Grünen-Politikerin, die ihm direkt erwidern wollte, verdutzt zurück.

Baerbock leichtgewichtig am Strand

Baerbocks Twitter-Anhänger jubelten, die Ministerin habe dem abgebrühten Moskauer Diplomaten offenbar Angst eingejagt. Nichts könnte falscher sein. Während sie drinnen Haltung zeigte, führte er Gespräche mit seinen Amtskollegen aus der Türkei, China, Brasilien, Indien, Indonesien und Argentinien. Die repräsentieren Milliarden Menschen und damit ein Vielfaches dessen, was gemeinhin als „westliche Welt“ gilt. Isoliert ist Lawrow nicht. Und Baerbock? Sie beschwerte sich, daß Lawrow nicht dialogbereit sei. Und das, nachdem sie zuvor jeden Dialog mit ihm ausgeschlossen hatte. Witz komm raus, du bist umzingelt.

Zweite Station Palau. Immerhin der erste Besuch eines deutschen Außenamtschefs seit 120 Jahren. Hübsche Bilder vom Strand und barfuß war Ministerin Leichtgewicht auch noch. Wie herrlich. Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Nachdem viel auf die Tränendrüse gedrückt und der Untergang des Südseeparadieses fast schon herbeigesehnt wurde, machte Baerbock das, was Grünen-Politiker am besten können: deutsches Steuergeld versprechen.

In Japan geht die Ministerin baden

Einen ominösen Lastenausgleich zwischen Industrienationen und von steigenden Meeresspiegeln betroffenen Ländern versprach Baerbock. Zumindest will sie sich dafür einsetzten. Bei der Nummer spielen allerdings nicht mal die Schwellenländer mit, die ja für einen großen Teil der Weltluftverpestung stehen. Auf Instagram schrieb die Ministerin gefühlsselig: „Wie lange wird es meine Heimat noch geben? Für uns ist das vielleicht eine absurde Frage, für die Menschen im Inselstaat Palau im Pazifik ist sie Realität.“ Ob die Frage für „uns“ jenseits des Kreuzberger Bullerbüs wirklich so „absurd“ ist?

Als letzter Ausflugspunkt stand dann der Antrittsbesuch in Japan auf dem Programm. Und hier ging die Ministerin dann endgültig baden. Gleich dreimal kündigte Baerbock an, dieses und jenes nicht zulassen zu wollen.

„Ich werde nicht zulassen, daß wir jetzt konkurrieren um das, was am allerwichtigsten ist, nämlich alternative Versorgungsmöglichkeiten wie zum Beispiel LNG.“ Sie verband mit der Reise offensichtlich ernsthaft die Hoffnung, Japan werde seine langfristigen LNG-Lieferverträge für Deutschland auflösen. Die Antwort des japanischen Ministers war kurz und bündig: „Wir haben zur Zeit nicht vor, LNG an Deutschland zu liefern.“

Polyglotte Weltfremdheit

Ebenfalls „nicht zulassen“ wollte die Vollmundig-Ministerin, daß, „die Wärmeversorgung zu einer sozialen Frage in Deutschland wird“. Fast zeitgleich kündigen in Deutschland erste Kommunen an, Notunterkünfte für Rentner und Arme vorzubereiten, die sich die Heizkosten nicht mehr leisten können. Diese „Wärmeinseln“ liegen dann allerdings nicht in der Südsee, sondern im Ruhrgebiet oder Ostdeutschland. Also dort, wohin sich Grünen-Wähler nur selten verirren.

Zum Schluß wollte sie dann auch „nicht zulassen“, daß der russische Angriffskrieg die Gesellschaft spalte und Deutschland erreiche. Wo lebt die Ministerin eigentlich? Offenbar nicht im gleichen Land, das Gasnotstände vorbereitet, dessen Bewohner mit bangen Blicken auf die nächste Nebenkostenabrechnung schauen und schon mal die innere Privatinsolvenz vorbereiten.

Immerhin mit einem Satz hatte Baerbock dann doch recht. „Ertragen zu müssen, daß man nichts tun kann – das ist die Brutalität von Außenpolitik.“ Recht hat sie! Wer allerdings so naiv und weltfremd agiert, braucht sich darüber auch nicht zu wundern.

Annalena Baerbock am Strand in Palau: Außer Spesen nix gewesen Foto: picture alliance/dpa | Britta Pedersen
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