Meinung

Das war nur der Anfang

Am Ende war Norbert Hofer (FPÖ) nach dem aufreibenden Wahlkampf sichtlich enttäuscht: „Natürlich bin ich heute traurig. Ich hätte gerne für Euch als Bundespräsident auf unser wunderbares Land aufgepaßt. Ich werde Euch treu bleiben und meinen Beitrag für eine positive Zukunft Österreichs leisten“, schrieb er auf seinem Facebook-Account. An seine Anhänger gerichtet appellierte er jedoch: „Bitte seid nicht verzagt. Der Einsatz für diesen Wahlkampf ist nicht verloren, sondern eine Investition in die Zukunft.“

Doch Hofer hat keinen Grund, enttäuscht zu sein. Und seine Gegner haben keinen zum Jubeln. Nur unter Aufbietung wirklich aller Kräfte gelang es dem linken Polit-Establishment noch einmal, sich zu behaupten – mit tatkräftiger Unterstützung des Staatssenders ORF. Am Ende erreichte Hofer 49,7 Prozent.

Sozial- und Christdemokraten auf dem Rückzug

EU-Nomenklatura und die Chefs der schrumpfenden europäischen Volksparteien müssen sich künftig warm anziehen. Die Christ- und Sozialdemokraten sind europaweit auf dem Rückzug. Österreich zeigt: Ihre Diffamierungskampagnen gegen die auftrumpfenden Rechtsparteien sind gescheitert. Die einzigen, die verlieren, sind sie selbst.

In Brüssel hat man registriert, daß der Wind dreht. Stück für Stück. Hätte jemand vor 20 Jahren behauptet, ein FPÖ-Kandidat würde einmal in einer knappen Stichwahl um das Amt des Staatsoberhauptes kämpfen, er wäre für verrückt erklärt worden. Übrigens genauso wie jemand, der prophezeit hätte, daß der Front National in Frankreich einmal landesweit stärkste Kraft bei einer Wahl werden würde. Dort wird im kommenden Jahr ein neuer Präsident gewählt. Marine Le Pen lauert bereits.

Und schon jetzt ist klar: Brüssel, Berlin und Paris dürfen noch einmal durchatmen – bis zum nächsten großen Zittern. Sie werden künftig nicht mehr zur Ruhe kommen.

Wahlplakat: Brüssel muß weiter zittern Foto: dpa

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