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„Kleine“ Parteien
 

„Rechte Demokraten passen den Medien nicht ins Bild“

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Rolf Schlierer Foto: Privat

Herr Schlierer, welche Chancen rechnen Sie sich bei der Bundestagswahl aus?

Schlierer: Es geht darum, unseren bundespolitischen Anspruch zu bekräftigen und den Wählern zu zeigen, daß es eine demokratische, freiheitliche und konservative Alternative zu den sozialdemokratisierten Altparteien der „Mitte“ und zu den nationalen und internationalen Sozialisten gibt.

Welche Themen stehen im Wahlkampf der Republikaner im Mittelpunkt?

Schlierer: Wichtigstes Anliegen ist der Kampf gegen die ausufernde Staatsverschuldung. Wir wollen die fiskalische Ausbeutung von Familien, Mittelstand und Mittelschicht durch Zurückschneiden der Staatsausgaben und des überbordenden Umverteilungsstaates beenden. Eine weitere Forderung sind strenge Regeln für die Finanzmärkte und zur persönlichen Haftung von Bankmanagern.

Außenpolitisch treten wir für den raschen Abzug deutscher Truppen aus Afghanistan ein. Die Republikaner sagen dem linken Terror den Kampf an und fordern ein Ende der schleichenden Islamisierung unseres Landes. In der Einwanderungspolitik verlangen wir einen Paradigmenwechsel: Integration geht nur durch Assimilation.

„Unsere Ergebnisse waren unbefriedigend”

Wie ist die Resonanz? Gab es Übergriffe?

Schlierer: Wo wir auftreten und die Chance haben, den Bürgern unser Programm und unsere Ziele zu erläutern, ist die Resonanz ausgezeichnet. Übergriffe auf Wahlkämpfer der Republikaner waren auch diesmal wieder zu verzeichnen; Plakate wurden leider auch in diesem Bundestagswahlkampf massiv und systematisch zerstört. Unser größtes Handicap ist indes das Fortwirken der Schweigespirale und die anhaltende, an Selbstzensur grenzende Medienblockade.

Wie bewerten Sie das Abschneiden der Republikaner bei den bisherigen Wahlen in diesem Jahr?

Schlierer: Unsere Ergebnisse waren unbefriedigend, insbesondere bei den diesjährigen Kommunalwahlen. Wir werden nach diesem Wahljahr schonungslos bilanzieren und klare strategische und taktische Konsequenzen ziehen.

„Wir werden einen Neubeginn wagen”

Die Republikaner sind aus den Verfassungsschutzberichten inzwischen verschwunden und grenzen sich konsequent von der NPD ab. Weshalb gelingt es bislang nicht, das Vakuum zwischen CDU auf der einen und der NPD auf der anderen Seite auszufüllen?

Schlierer: In der medialen Berichterstattung wird dieser Aspekt, der zentral ist für unser Selbstverständnis, konsequent ausgeblendet. Rechte Demokraten passen den tonangebenden konformistischen Medien nicht ins Bild; primitive Provokationen à la NPD sind ihnen dagegen stets eine Schlagzeile wert, weil sie die üblichen Neonazi-Klischees bestätigen.

Wie schätzen Sie mittelfristig die Perspektiven der Republikaner ein?

Schlierer: Die Republikaner werden einen Neubeginn wagen. Deutschland braucht dringend eine demokratische Kraft, die freiheitliche, konservative und patriotische Werte und Ziele verbindet und glaubwürdig vertritt. Wenn wir uns richtig positionieren, sind unsere Chancen sehr gut.

Rolf Schlierer ist Bundesvorsitzender der Republikaner. Die Partei tritt bundesweit außer in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und dem Saarland an. Vor vier Jahren erhielten die Republikaner bundesweit 0,6 Prozent der Zweitstimmen.

> Die Republikaner im Internet

Am Donnerstag folgt zur Bundestagswahl ein Interview mit der Familienpartei.

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