Anzeige
Anzeige

Vier Jahre nach Pipelinesprengung: Mutmaßlicher Nord-Stream-Sprenger in Kroatien festgenommen

Vier Jahre nach Pipelinesprengung: Mutmaßlicher Nord-Stream-Sprenger in Kroatien festgenommen

Vier Jahre nach Pipelinesprengung: Mutmaßlicher Nord-Stream-Sprenger in Kroatien festgenommen

Auf diesem von der schwedischen Küstenwache zur Verfügung gestellten Bild ist das Gasleck an der Nord Stream-Pipeline in der Ostsee zu sehen, das am Mittwoch, dem 27. September 2022, aus einem Flugzeug der Küstenwache fotografiert wurde. Vor der Südküste Schwedens wurde ein viertes Leck an den Nord Stream-Pipelines gemeldet. Zuvor waren bereits drei Lecks an den beiden von Russland nach Deutschland verlaufenden Unterwasserpipelines gemeldet worden. Hauptverdächtige sind nun Wolodymyr Sch. und Serhij K. (Schwedische Küstenwache via AP). Die AfD fordert nun einen Untersuchungsausschuss.
Auf diesem von der schwedischen Küstenwache zur Verfügung gestellten Bild ist das Gasleck an der Nord Stream-Pipeline in der Ostsee zu sehen, das am Mittwoch, dem 27. September 2022, aus einem Flugzeug der Küstenwache fotografiert wurde. Vor der Südküste Schwedens wurde ein viertes Leck an den Nord Stream-Pipelines gemeldet. Zuvor waren bereits drei Lecks an den beiden von Russland nach Deutschland verlaufenden Unterwasserpipelines gemeldet worden. Hauptverdächtige sind nun Wolodymyr Sch. und Serhij K. (Schwedische Küstenwache via AP). Die AfD fordert nun einen Untersuchungsausschuss.
Die gesprengte Nord-Stream-Pipeline von oben. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Uncredited
Vier Jahre nach Pipelinesprengung
 

Mutmaßlicher Nord-Stream-Sprenger in Kroatien festgenommen

Polen ließ ihn laufen, Kroatien nimmt ihn fest: Wolodymyr Sch. soll an der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines maßgeblich beteiligt gewesen sein. Nun droht ihm doch die Auslieferung nach Deutschland.
Anzeige

BERLIN/PULA. Die kroatische Polizei hat den im Fall der Sprengung der Nord-Stream-Gasleitungen verdächtigen Wolodymyr Sch. festgenommen. Der Mann, dessen Auslieferung Polen noch im Oktober verweigert hatte (JF berichtete), wurde am Mittwoch in Pula gefasst und soll nun nach Deutschland überstellt werden. „Er ist ausgebildeter Taucher. Er gehörte zu einer Gruppe von Personen um den gesondert verfolgten Serhij K., die im September 2022 nahe der Insel Bornholm Sprengsätze an den Gasleitungen ‘Nord Stream 1’ und ‘Nord Stream 2’ platzierte“, teilten die deutschen Ermittler mit.

„Der Beschuldigte beteiligte sich an den dazu erforderlichen Tauchgängen. Für den Transport nutzten er und seine Mittäter eine Segelyacht, die von Rostock aus startete. Die Yacht war zuvor mit Hilfe gefälschter Ausweispapiere über Mittelsmänner bei einem deutschen Unternehmen angemietet worden“, heißt es weiter. Die Sprengsätze detonierten am 26. September 2022 und verursachten schwere Schäden an beiden Pipelines.

Polen ließ Wolodymyr Sch. frei

Die Bundesanwaltschaft wirft Schurawlow unter anderem das gemeinschaftliche Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, verfassungsfeindliche Sabotage und die Zerstörung von Bauwerken vor. Anfang Juli hatte sie bereits wegen gleicher Vorwürfe Anklage gegen Serhij K. erhoben (JF berichtete). Dieser war im vergangenen August aufgrund eines Europäischen Haftbefehls in der Provinz Rimini in Italien festgenommen worden. Im November wurde er nach Deutschland überstellt.

Beide sollen nach Auffassung der deutschen Justiz die deutsch-russische Pipeline mitgesprengt haben, wobei Serhij K. als Drahtzieher gilt. Das aus dem Betrieb genommene Nord Stream 1 hatte noch 2021 mehr als ein Drittel der russischen Gasexporte in EU-Staaten transportiert. Die ukrainische Regierung bestreitet jegliche Beteiligung an dem Anschlag.

Jetzt beim JF-Jungautorenwettbewerb mitmachen.

Während Italien die Überstellung von K. zugelassen hatte, blockierte Polens Justiz die Auslieferung von Wolodymyr Sch. Warschau lehnte das Gasprojekt von Anfang an ab (JF berichtete ausführlich) und begründete dies mit der möglichen politischen Instrumentalisierung durch den Kreml. Auch Premierminister Donald Tusk plädierte gegen die Überstellung. Mitte Oktober ließen die Richter Wolodymyr Sch. frei und begründeten dies mit mangelnden Beweisen, ob die Vorwürfe eine ausreichende Grundlage für einen europäischen Haftbefehl bilden könnten. Er selbst bestreitet die Vorwürfe. (ho/kuk)

Die gesprengte Nord-Stream-Pipeline von oben. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Uncredited
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles