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„Private Rettungsschiffe“: Deutsche NGOs bringen Zehntausende Boots-Migranten nach Italien

„Private Rettungsschiffe“: Deutsche NGOs bringen Zehntausende Boots-Migranten nach Italien

„Private Rettungsschiffe“: Deutsche NGOs bringen Zehntausende Boots-Migranten nach Italien

Migranten. EVP. Migranten. EU. Die Bundesregierung finanziert Organisationen der zivilen Seenotrettung, Seenotretter, mit hohen Summen. Zu den Organisationen zählen „SOS Humanity“ (215.000 Euro), „SOS Mediterranee (201.694,50 Euro), „Sea-Eye“ (169.156 Euro) sowie „RESQSHIP“ (34.994,40 Euro).
Migranten. EVP. Migranten. EU. Die Bundesregierung finanziert Organisationen der zivilen Seenotrettung, Seenotretter, mit hohen Summen. Zu den Organisationen zählen „SOS Humanity“ (215.000 Euro), „SOS Mediterranee (201.694,50 Euro), „Sea-Eye“ (169.156 Euro) sowie „RESQSHIP“ (34.994,40 Euro).
Sehr viele Bootsmigranten werden von deutschen NGOs nach Italien gebracht. Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
„Private Rettungsschiffe“
 

Deutsche NGOs bringen Zehntausende Boots-Migranten nach Italien

Seit Melonis Amtsantritt erreichen rund 42.300 Migranten Italien auf privaten Rettungsschiffen. Mehr als die Hälfte davon wird von deutschen NGOs an Land gebracht.
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ROM. Deutsche Mittelmeer-NGOs haben seit dem Amtsantritt von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Oktober 2022 rund 22.500 Migranten nach Italien gebracht. Das geht aus Zahlen des italienischen Innenministeriums hervor, die den Zeitraum bis Juli dieses Jahres abdecken.

Insgesamt erreichten demnach etwa 42.300 Personen italienische Häfen an Bord privater Rettungsschiffe. Damit entfielen mehr als 53 Prozent dieser Ankünfte auf deutsche Hilfsorganisationen.

Hinzu kommen rund 4.500 Migranten, die mit Schiffen anderer europäischer Organisationen nach Italien gelangten, deren Schiffe jedoch unter deutscher Flagge fahren. Zusammengenommen haben NGOs beziehungsweise Schiffe mit deutschem Bezug damit fast zwei Drittel aller Migranten transportiert, die seit Melonis Amtsantritt mit privaten Rettungsschiffen in Italien ankamen. Zum Vergleich: Italienische Organisationen brachten in demselben Zeitraum knapp 4.700 Menschen an Land, spanische NGOs gut 5.600.

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Rom legt Berlin die NGO-Zahlen vor

Politische Brisanz erhalten die Zahlen durch den anhaltenden Streit zwischen Italien und Deutschland über sogenannte Sekundärmigranten. Berlin will Menschen nach Italien zurückschicken, die dort erstmals europäischen Boden betreten haben, später jedoch nach Deutschland weitergereist sind und dort Asyl beantragten. Die Regierung in Rom hält dem nun die Tätigkeit ausländischer NGOs entgegen. Italien verlangt eine Form der Kompensation und verweist dabei ausdrücklich auf jene Migranten, die von Rettungsschiffen anderer EU-Staaten an italienische Küsten gebracht wurden.

Innenminister Matteo Piantedosi und sein deutscher Amtskollege Alexander Dobrindt (CSU) verhandeln darüber weiterhin. Deutschland will zunächst drei Migranten nach Italien überstellen. Die Fälle sollen zeigen, ob Rückführungen nach längerer Unterbrechung wieder funktionieren.

Italiens Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini hatte Deutschland und Spanien bereits aufgefordert, ihre Hilfsorganisationen „zurückzupfeifen“. Nach seiner Darstellung würden diese weiterhin Migranten an die italienische Küste bringen. Für Rom liefern die neuen Zahlen nun Munition für diesen Vorwurf. (rr)

Sehr viele Bootsmigranten werden von deutschen NGOs nach Italien gebracht. Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
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