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Fall Jason Arday: Schwarzer Cambridge-Professor tritt nach Betrugsvorwürfen zurück

Fall Jason Arday: Schwarzer Cambridge-Professor tritt nach Betrugsvorwürfen zurück

Fall Jason Arday: Schwarzer Cambridge-Professor tritt nach Betrugsvorwürfen zurück

Der zurückgetretene Cambridge-Professor Jason Arday: Lebenslauf entpuppt sich als groteskes Lügenkonstrukt. Bild: X/Andy Ngo Screenshot: JF
Der zurückgetretene Cambridge-Professor Jason Arday: Lebenslauf entpuppt sich als groteskes Lügenkonstrukt. Bild: X/Andy Ngo Screenshot: JF
Der zurückgetretene Cambridge-Professor Jason Arday: Lebenslauf entpuppt sich als groteskes Lügenkonstrukt. Bild: X/Andy Ngo Screenshot: JF
Fall Jason Arday
 

Schwarzer Cambridge-Professor tritt nach Betrugsvorwürfen zurück

Cambridges schwarzer Vorzeigeprofessor Jason Arday tritt nach Plagiatsvorwürfen zurück. Statt über fehlende Quellen klagt er lieber über zu viel Aufmerksamkeit. Zudem kommt heraus: Die Polizei versuchte, Kritiker Ardays einzuschüchtern.
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CAMBRIDGE. Der schwarze Soziologieprofessor an der Universität von Cambridge, Jason Arday, ist nach zahlreichen Betrugsvorwürfen von seinem Posten zurückgetreten. „Was ich erlebt habe, ging weit über wissenschaftliche Meinungsverschiedenheiten hinaus“, beklagte er in seiner Rücktrittserklärung vom Mittwochabend. „Die unerbittlichen Anschuldigungen, Spekulationen und öffentlichen Kommentare haben mich und meine Lieben zutiefst belastet.“ Er wolle nicht länger das Gefühl haben, unter „ständiger Beobachtung“ zu leben.

Arday betonte, sein Rücktritt solle weder als „Vertrauensverlust“ in die akademische Welt noch als Zustimmung zu den „Narrativen“, die seine Person beträfen, verstanden werden. „Es ist einfach die Entscheidung einer Person, die an die Grenzen dessen gestoßen ist, was von einem Menschen vernünftigerweise erwartet werden kann.“ Er kündigte an, als „stärkere und weisere“ Person zurückzukehren. „Dies ist nicht das Ende meiner Arbeit. Es ist lediglich das Ende dieses Kapitels. Ich brauche Zeit, um mich zu erholen. Ich brauche Zeit, um einfach wieder ich selbst zu sein.“

Kurz zuvor hatte die Londoner Polizei eingeräumt, gegen den Journalisten Jack Grove ermittelt zu haben, der über den Fall Arday berichten wollte und dem Akademiker einen Fragekatalog schickte. „Ein Beamter sagte mir, ich solle Professor Arday nicht mehr kontaktieren, da meine Handlungen seine psychische Gesundheit beeinträchtigt hätten“, sagte er dem Daily Telegraph. „Dabei habe ich nur meine Arbeit gemacht.“ Inzwischen hat die Universität von Cambridge eine interne Untersuchung zu den Betrugsvorwürfen gegen den 41jährigen eingeleitet.

2023 wurde er jüngster schwarzer Cambridge-Professor

Auslöser der Affäre waren mehrere Plagiate Ardays, über die der Philosoph und ehemaliger Cambridge-Mitarbeiter Nathan Cofnas auf seinem Substack-Blog zunächst berichtet hatte. Demnach habe bereits die Doktorarbeit des Soziologieprofessors eine andere Dissertation an zahlreichen Stellen ohne Quellenangaben zitiert. Seitdem stellten mehrere Medien auch Teile seiner Biographie in Frage. Nach eigenen Angaben sei Arday Autist, der noch im Alter von elf Jahren kein Wort gesprochen habe und bis zum 18. Lebensjahr Analphabet gewesen sei.

Er war 2023 von der Hochschule zum jüngsten schwarzen Professor ihrer Geschichte berufen worden. Zu seinen Themen zählten unter anderem ethnische Minderheitenförderung im Bildungswesen sowie „Intersektionalität“. Zudem beriet er den Nationalen Gesundheitsdienst Großbritanniens und den größten britischen Privatsender ITV zu Themen wie Antidiskriminierungspolitik. (kuk)

Der zurückgetretene Cambridge-Professor Jason Arday: Lebenslauf entpuppt sich als groteskes Lügenkonstrukt. Bild: X/Andy Ngo Screenshot: JF
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