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1,43 Billionen Euro: Fast jeder dritte Euro fließt in den Sozialstaat

1,43 Billionen Euro: Fast jeder dritte Euro fließt in den Sozialstaat

1,43 Billionen Euro: Fast jeder dritte Euro fließt in den Sozialstaat

Sozial. Foto: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD): Die Ziele beim Sondervermögen werden verfehlt. IMAGO / Andreas Gora
Sozial. Foto: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD): Die Ziele beim Sondervermögen werden verfehlt. IMAGO / Andreas Gora
Viel Geld für den Sozialstaat: Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). Foto: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD): Das Monitoring seines Ressorts verheißt nichts Gutes. IMAGO / Andreas Gora
1,43 Billionen Euro
 

Fast jeder dritte Euro fließt in den Sozialstaat

Deutschland gibt 2025 rund 1,43 Billionen Euro für Sozialleistungen aus. Renten, Gesundheit, Pflege und Arbeitslosigkeit treiben die Sozialquote auf 32 Prozent. Nur im Corona-Jahr 2020 liegt der Anteil noch höher.
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BERLIN. Deutschland hat 2025 rund 1,43 Billionen Euro – also 1.430 Milliarden Euro – für Sozialleistungen ausgegeben. Das entspricht 32 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Das geht laut Süddeutscher Zeitung aus dem Sozialbudget des Bundesarbeitsministeriums hervor. Der größte Ausgabenblock war die Alterssicherung. Renten, Pensionen, betriebliche Altersversorgung und Pflege für Senioren machten 35,9 Prozent aller Sozialleistungen aus.

Besonders stark stiegen die Leistungen der Arbeitslosenversicherung. Sie lagen fast 16 Prozent über dem Vorjahreswert. Als Grund gelten mehr Arbeitslose und ein höherer Anteil früherer Gutverdiener, etwa aus der Industrie, die entsprechend mehr Arbeitslosengeld erhalten.

Sozialleistungen werden noch weiter steigen

Auch die gesetzliche Krankenversicherung wurde teurer. Ihre Ausgaben legten um 7,7 Prozent zu, die staatliche Pflegeversicherung um 11,2 Prozent. Einschließlich privater Versicherungen floss mehr als jeder zehnte erwirtschaftete Euro in Gesundheit und Pflege. Beim Bürgergeld gingen die Ausgaben dagegen zurück. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsbezieher sank um rund 91.000. Einschließlich Kinder waren es etwa 185.000 Empfänger weniger.

Der Ifo-Finanzwissenschaftler Andreas Peichl nannte der Süddeutschen Zeitung drei Gründe für den Anstieg: Alterung, schwache Konjunktur und politische Entscheidungen wie Wohngeld-Ausbau, Grundrente, Kindergeld-Erhöhungen und Mütterrente. „Die Sozialausgaben werden weiter überproportional steigen“, sagte Peichl. (rr)

Viel Geld für den Sozialstaat: Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). Foto: Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD): Das Monitoring seines Ressorts verheißt nichts Gutes. IMAGO / Andreas Gora
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