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Stadt unter Schock: „Fassungslos, traurig und auch wütend“ – Nächste Studentin in Trier getötet

Stadt unter Schock: „Fassungslos, traurig und auch wütend“ – Nächste Studentin in Trier getötet

Stadt unter Schock: „Fassungslos, traurig und auch wütend“ – Nächste Studentin in Trier getötet

Kerzen stehen an der Stelle, wo ein Student bei einem Angriff auf offener Straße in Trier getötet worden ist. Der 22-Jährige wurde von einem Gleichaltrigen angegriffen, wie die Polizei mitteilte.
Kerzen stehen an der Stelle, wo ein Student bei einem Angriff auf offener Straße in Trier getötet worden ist. Der 22-Jährige wurde von einem Gleichaltrigen angegriffen, wie die Polizei mitteilte.
Kerzen in der Straße, wo die erste Messerattacke geschah: Nächste Studentin in Trier getötet. Foto: picture alliance/dpa | Harald Tittel
Stadt unter Schock
 

„Fassungslos, traurig und auch wütend“ – Nächste Studentin in Trier getötet

Erneut stirbt in Trier eine Studentin unter Gewaltanwendung. Einen Tatverdächtigen gibt es bislang nicht. Erst in der vergangenen Woche hatte ein Afghane in der Stadt einen 22jährigen Deutschen erstochen.
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TRIER. Erneut ist eine Studentin der Universität Trier getötet worden. Am Sonntag wurde eine 29jährige Frau tot in ihrer Wohnung gefunden, die Verletzungen deuten laut Polizei auf ein Tötungsdelikt hin, einen Tatverdächtigen gibt es bislang nicht. Die Ermittlungen laufen, weitere Details sind nicht bekannt. Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) sagte, „diese Taten treffen uns in Trier mit voller Wucht und erschüttern die ganze Stadt“. Die Gewalt mache „fassungslos, traurig und auch wütend“.

Erst in der vergangenen Woche hatte ein 22jähriger Afghane einen Studenten der Trierer Universität in der Nähe des Hochschulgeländes erstochen (JF berichtete). Das Opfer, der ebenfalls 22jährige Deutsche Marius Dick, war von dem Migranten nach dem Einkaufen in einem Supermarkt mit einem Küchenmesser angegriffen worden und kurz darauf im Krankenhaus verstorben. Er und der Täter kannten sich nicht.

Universität Trier bekundet Anteilnahme

Der mutmaßliche Täter, Sajad M., reiste im November 2015 nach Deutschland ein, sein Asylantrag wurde 2017 abgelehnt. Dennoch besaß er einen gültigen Aufenthaltstitel, der zuletzt im April dieses Jahres verlängert wurde. Zuständig für ihn war zuerst die Ausländerbehörde Birkenfeld, ab 2022 die Ausländerbehörde Trier. Beide begründeten diese Entscheidung mit der Menschenrechtslage in Afghanistan.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte bereits mit Blick auf die erste Ermordung eines Trierer Studenten betont, „Abschiebungen auch in diese Länder wie Afghanistan weiter zu forcieren“. Die Gesellschaft habe ein Anrecht darauf, dass ausländische Straftäter konsequent ausgewiesen werden. In Deutschland leben derzeit etwa 11.500 ausreisepflichtige Afghanen, von denen fast alle (9.602) eine Duldung haben, also deren Abschiebung ausgesetzt ist, wie eine Sprecherin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge Anfang Juli dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ mitteilte.

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Die Universität Trier zeigte sich über den erneuten Mordfall „erfüllt mit tiefer Trauer und großer Fassungslosigkeit“, wie es auf deren Internetseite heißt. Es werde am Donnerstag eine Gedenkveranstaltung in der Campus-Kapelle geben. „Gerade jetzt ist es wichtig, füreinander da zu sein und aufeinander Acht zu geben.“ (st)

Kerzen in der Straße, wo die erste Messerattacke geschah: Nächste Studentin in Trier getötet. Foto: picture alliance/dpa | Harald Tittel
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