BERLIN. US-Außenminister Marco Rubio hat den linksextremen Stromanschlag auf Berlin zum Beispiel für eine neue internationale Zusammenarbeit gegen linksextremen Terrorismus gemacht. Bei einem Treffen mit Vertretern aus mehreren Ländern verwies der Republikaner auf den Blackout in der deutschen Hauptstadt. Die nächste Veranstaltung solle „mit Partnern in Deutschland“ stattfinden.
Am 3. Januar hatten Unbekannte mehrere Starkstromkabel an einer Kabelbrücke im Südwesten Berlins in Brand gesetzt. Rund 100.000 Menschen waren zum Teil fünf Tage ohne Strom, Heizung und Licht. Auch Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen, Schulen, Kitas und Betriebe waren betroffen. Die Folgen dauerten teils mehrere Tage an.
Zu dem Anschlag bekannte sich die sogenannte „Vulkangruppe“. Der Berliner Verfassungsschutz ordnet sie dem gewaltorientierten, anarchistischen Spektrum der linksextremistischen Szene zu. Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen wegen Terrorverdachts. Das Bundeskriminalamt setzte zeitweise eine Belohnung von bis zu einer Million Euro für Hinweise aus. Trotz der hohen Belohnung ist bislang kein Durchbruch bekannt. Die mutmaßlichen Täter sind weiter nicht gefasst. Genau an diesem Punkt setzt Rubio nun an. Der Fall Berlin steht für ihn nicht nur für Sachbeschädigung oder Sabotage, sondern für eine internationale Radikalisierung gewaltbereiter linker Gruppen.
My goodness. One of the best things I’ve ever heard. Bravo. pic.twitter.com/5LBx2slktT
— Joel Berry (@JoelWBerry) July 16, 2026
Linksextreme Gruppen aus Europa auf US-Terrorliste
„Sie sind heute hier, weil die Lichter diesen Winter fünf Tage lang in Berlin ausgingen – der längste Stromausfall der Stadt seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagte Rubio. Er warb für engere Abstimmung, besseren Informationsaustausch und ein gemeinsames Vorgehen gegen linksextreme Netzwerke.
Die USA haben ihr Vorgehen gegen solche Gruppen bereits verschärft. Im vergangenen Jahr setzte Washington die als „Hammerbande“ bekannt gewordene „Antifa-Ost“ sowie weitere linksextreme Gruppen aus Europa auf die Terrorliste. Aktuell beschränken die USA auch die Einreise von Personen, die sich an wirtschaftlicher Sabotage beteiligen oder terroristische Handlungen unterstützen.
Für Deutschland ist Rubios Vorstoß vor allem deshalb brisant, weil der Berliner Anschlag weiter nicht aufgeklärt ist. Die „Vulkangruppe“ gilt seit Jahren als schwer zu fassen. Immer wieder werden Anschläge auf Infrastruktur mit dem Namen in Verbindung gebracht, ohne dass die Ermittler die Strukturen dahinter freilegen oder Festnahmen präsentieren konnten. (rr)







