FRANKFURT AM MAIN. Jürgen Klopp hat Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund über den Posten des Bundestrainers bestätigt. Nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Paraguay habe „das Ganze durchaus zügig Fahrt aufgenommen“, sagte Klopp.
Der 59jährige begleitet das Turnier derzeit als Experte für „MagentaTV“ in den USA. Auf die Frage, ob er bereit sei, antwortete er deutlich: „Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt, also ich bin bereit.“
Was zu einer Unterschrift noch fehle, fasste er in einem Wort zusammen: „Zeit“. Zunächst müsse er seine vertragliche Lage mit Red Bull klären. Klopp ist dort derzeit als Chefstratege für den Fußballbereich tätig. Mit Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff habe er bereits gesprochen. „Im Idealfall gibt es am Ende nur Gewinner nach so einer Geschichte“, sagte Klopp. Red Bull müsse „sauber aus der Nummer rauskommen können“. Zugleich machte Klopp deutlich, dass es mit einem bloßen Trainerwechsel nicht getan sei. Mit dem DFB müssten grundlegende Fragen besprochen werden. „Es werden intensive Gespräche sein müssen, weil natürlich die Probleme, die wir aktuell haben, nicht an der Personalie Julian Nagelsmann hängen“, sagte er.
Klopp will große Veränderungen
Klopp forderte strukturelle Veränderungen rund um die Nationalmannschaft. „Wir müssen jetzt Dinge grundlegend verändern.“ Ob er selbst am Ende Bundestrainer werde oder jemand anderes, ändere nichts daran, dass diese Veränderungen notwendig seien.
Nagelsmann hatte sein Amt am Freitag aufgegeben, vier Tage nach dem deutschen WM-Aus in der ersten K.-o.-Runde gegen Paraguay. Der DFB hatte bereits bei der Verkündung des Nagelsmann-Aus bestätigt, Gespräche mit Klopp zu führen. Über seinen möglichen Vorgänger äußerte sich Klopp respektvoll. „Julian ist ein außergewöhnlicher Trainer“, sagte er. Das werde Nagelsmann in seinem Trainerleben noch oft beweisen.
Klopp arbeitet seit 19 Monaten für Red Bull. Er sei in dieser Zeit „in der ganzen Welt unterwegs“ gewesen, habe viel gelernt und viele Dinge verändert. Ein Ausstieg sei deshalb nicht einfach nebenbei zu regeln. Es müsse geklärt werden, „dass es auch weitergehen kann“. (rr)







