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Bayern: Deutschfeindliche Straftaten auf Rekordhoch

Bayern: Deutschfeindliche Straftaten auf Rekordhoch

Bayern: Deutschfeindliche Straftaten auf Rekordhoch

AfD. Ermittler in Bayern haben nach der mutmaßlichen Messer-Tat die Kinder des Migranten im Visier.(Symbolbild) Foto: picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa
AfD. Ermittler in Bayern haben nach der mutmaßlichen Messer-Tat die Kinder des Migranten im Visier.(Symbolbild) Foto: picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Die Mehrheit der deutschlandfeindlichen Straftaten wird von Ausländern begangen. (Symbolbild) Foto: picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Bayern
 

Deutschfeindliche Straftaten auf Rekordhoch

Bayern registriert so viele deutschfeindliche Straftaten wie nie seit Beginn der gesonderten Erfassung. Die meisten ausländischen Tatverdächtigen stammen aus Syrien und der Türkei.
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MÜNCHEN. Die Zahl deutschfeindlicher Straftaten in Bayern hat 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Das geht aus einer Antwort der Staatsregierung auf eine schriftliche Anfrage der AfD-Abgeordneten Florian Köhler, Oskar Lipp und Johannes Meier hervor. Im vergangenen Jahr registrierten die Behörden demnach 67 deutschfeindliche Straftaten.

2019, im ersten Jahr der gesonderten Erfassung, waren es noch 20 Fälle. Somit hat sich die Zahl mehr als verdreifacht.

Insgesamt wurden zwischen 2019 und 2025 in Bayern 250 deutschfeindliche Straftaten erfasst. Darunter waren 34 Gewaltdelikte und zwei Terrorismusfälle. Bei den Gewaltdelikten registrierten die Behörden 54 Opfer. Zu den 250 Fällen wurden 186 Tatverdächtige ermittelt. 116 von ihnen hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit, 68 die deutsche. Ein Tatverdächtiger war staatenlos, in einem Fall blieb die Staatsangehörigkeit unbekannt. Die Aussagekraft ist allerdings begrenzt: Tatverdächtige mit deutscher und weiterer Staatsangehörigkeit werden statistisch als Deutsche geführt.

Neben Deutschfeindlichkeit werden auch Christen verfolgt

Unter den ausländischen Tatverdächtigen stellten Syrer mit 21 Einträgen die größte Gruppe. Es folgten Türken mit 20 sowie Personen mit Staatsangehörigkeit von Serbien und Montenegro mit neun Einträgen. Je fünf Tatverdächtige hatten die afghanische, polnische oder ukrainische Staatsangehörigkeit. Die meisten deutschfeindlichen Straftaten ordneten die Behörden dem Phänomenbereich „ausländische Ideologie“ zu. Darauf entfielen 75 Fälle.

Es folgten „sonstige Zuordnung“ mit 69 Fällen und „nicht zuzuordnen“ mit 44 Fällen. 24 Straftaten wurden dem Bereich „religiöse Ideologie“ zugerechnet, 20 dem rechten und 18 dem linken Phänomenbereich. Am häufigsten registrierten die Behörden Beleidigungen. Davon gab es 57 Fälle. Hinzu kamen 43 Fälle von Volksverhetzung, 29 Fälle der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten sowie 22 Körperverletzungen.

Die Antwort enthält auch Zahlen zu christenfeindlichen Straftaten. Seit Beginn der Erfassung im Jahr 2017 wurden in Bayern 189 solcher Fälle registriert. Darunter waren 25 Gewaltdelikte mit 37 Opfern und zwei Terrorismusfälle. Der Höchststand wurde 2024 mit 38 Fällen erreicht, 2025 waren es 36 Straftaten. Bei den christenfeindlichen Straftaten wurden 121 Tatverdächtige registriert. 68 hatten die deutsche, 52 eine ausländische Staatsangehörigkeit. Ein Tatverdächtiger war staatenlos. Unter den ausländischen Tatverdächtigen stellten Afghanen mit elf Einträgen die größte Gruppe, gefolgt von Syrern mit zehn.

AfD spricht von „Alarmsignal“

Die meisten christenfeindlichen Straftaten ordneten die Behörden dem Phänomenbereich „religiöse Ideologie“ zu. Dort wurden 87 Fälle gezählt. 32 Fälle entfielen auf den linken, 27 auf den rechten Phänomenbereich. In 54 Fällen richteten sich die Taten gegen Kirchen.

Die AfD sieht sich durch die Zahlen bestätigt. Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner sprach von einem „Alarmsignal“. Christenfeindliche Straftaten träfen „nicht nur einzelne Gläubige, sondern das christliche Fundament Bayerns“. Der innenpolitische Sprecher Richard Graupner kritisierte die statistische Erfassung von Doppelstaatlern. Bei Tatverdächtigen mit deutschem Pass könne ein möglicher ausländischer Bezug verdeckt werden. (rr)

Die Mehrheit der deutschlandfeindlichen Straftaten wird von Ausländern begangen. (Symbolbild) Foto: picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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