BERLIN. Die Zahl der Angriffe auf Journalisten ist in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. 2025 kam es bundesweit zu 54 Gewaltdelikten gegen Journalisten, von denen neun einer rechten Motivation zugeordnet wurden, 15 einer linken und 26 einer ausländischen Ideologie, wie aus Zahlen des Bundeskriminalamts hervorgeht, die dem Medium „Turi 2“ vorliegen. Im Vorjahr hatte es noch insgesamt 46 solcher Delikte gegeben, von denen eines dem rechten Spektrum zugeordnet wurde.
Auffällig ist, dass es 2023 lediglich 25 Angriffe auf Medienvertreter gab. Die Zahl der Attacken auf Journalisten hat sich damit zwischen 2023 und 2025 mehr als verdoppelt.
Deutschland rutscht ab
Ende April hatte die Organisation Reporter ohne Grenzen ihre jährliche weltweite Rangliste der Pressefreiheit für 2026 veröffentlicht. Dort ist Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze abgerutscht und belegt nun Rang 14. Am besten bewertet wurde Norwegen, am schlechtesten Eritrea.

Zum ersten Mal in der 25jährigen Geschichte von Reporter ohne Grenzen wurde in mehr als der Hälfte der 180 analysierten Staaten die Lage für Journalisten als „schwierig“ oder „sehr ernst“ eingestuft. Die beste Kategorie – „gut“ – erhielten lediglich sieben Nationen, dort lebt etwa ein Prozent der Weltbevölkerung, wie aus dem Bericht hervorgeht. (st)





