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Großbritannien: Starmer-Herausforderer Burnham gewinnt wichtige Wahl und schlägt Farages Reform UK

Großbritannien: Starmer-Herausforderer Burnham gewinnt wichtige Wahl und schlägt Farages Reform UK

Großbritannien: Starmer-Herausforderer Burnham gewinnt wichtige Wahl und schlägt Farages Reform UK

Der Besieger von Nigel Farages Reform UK, Andy Burnham: Mehrfach betonte er im Wahlkampf, Starmer ablösen zu wollen. (Themenbild)
Der Besieger von Nigel Farages Reform UK, Andy Burnham: Mehrfach betonte er im Wahlkampf, Starmer ablösen zu wollen. (Themenbild)
Der Besieger von Nigel Farages Reform UK, Andy Burnham: Mehrfach betonte er im Wahlkampf, Starmer als Labour-Chef und Premier ablösen zu wollen. Foto: picture alliance / AP Photo/Jon Super | Jon Super
Großbritannien
 

Starmer-Herausforderer Burnham gewinnt wichtige Wahl und schlägt Farages Reform UK

Dämpfer für Nigel Farage: Bei einer Parlamentsnachwahl in Makerfield siegt der Labour-Kandidat und Keir Starmers innerparteilicher Gegner Andy Burnham haushoch. Der Wahlkampf war dabei keineswegs von feiner englischer Art geprägt. Auch eine neue Rechtspartei stellt sich zur Wahl.
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MAKERFIELD. Andy Burnham, der erklärte innerparteiliche Herausforderer des Labour-Premierministers Keir Starmer, ist ins britische Unterhaus eingezogen. Bei der Nachwahl im nordenglischen Wahlkreis Makerfield am Donnerstag erreichte er 54,8 Prozent der Stimmen. Damit lag der bisherige Oberbürgermeister der Metropolregion Manchester deutlich vor Robert Kenyon von Nigel Farages Reform UK, der auf 34,5 Prozent kam. Die Kandidatin von Rupert Lowes Restore Britain, Rebecca Shepherd, erreichte mit 6,8 Prozent den dritten Platz. Die Herausforderer aller übrigen Parteien, darunter der Tories, der Liberaldemokraten und der Grünen, bekamen jeweils weniger als drei Prozent.

Farage zeigte sich enttäuscht über das Ergebnis. „In Wirklichkeit lautete die Botschaft: Wählt Burnham, um Starmer rauszuschmeißen“, betonte er in einem Video auf dem Kurznachrichtendienst X. Protest gegen Starmer sei auch die Botschaft der vergangenen Kommunalwahl gewesen. In den zum Wahlkreis Makerfield gehörenden Gemeinden hatte Reform UK Anfang Mai noch 50 Prozent gewonnen. „Damit sind wir also ein wenig in unsere eigene Falle getappt.“ Gleichwohl sei der Labour-Kandidat „auf vielfältige Weise“ ein beliebter Bürgermeister gewesen, „ähnlich wie Boris Johnson in London vor nur wenigen Jahren“.

Bei der Kommunalwahl hatte die Mitte-Links-Partei mehr als die Hälfte ihrer Vertreter in den Gemeinde-, Stadt- und Landkreisen verloren. Daraufhin hatten knapp 100 Abgeordnete Starmer zum Rücktritt aufgefordert, was er allerdings zurückwies (siehe JF-Hintergrundbericht). Im Wahlkampf hatte Burnham ausdrücklich erklärt, ihn als Partei- und Regierungschef ablösen zu wollen. „Eine Stimme für mich ist eine, um Labour zu verändern“, hatte er Mitte Mai betont.

Farages Partei wirft Restore Britain Einschüchterung vor

Laut dem Umfrageinstitut YouGov ist er der beliebteste Labour-Politiker. Der 56jährige hatte bereits von 2001 bis 2017 einen Sitz im Unterhaus, bevor er zum Oberbürgermeister der Manchester-Metropole gewählt wurde. Zudem bekleidete er von 2005 bis 2010 mehrere Minister- und Staatssekretärsämter. Er gilt als Vertreter der „sanften Linken“ innerhalb der Partei, die sich für einen breiter aufgestellten Sozialstaat, Reindustrialisierung und eine weniger restriktive Migrationspolitik einsetzt. Ebenso setzt er sich für die Rückkehr Großbritanniens in die EU ein. Allerdings hatte er diese Positionen im Wahlkampf mehrfach revidiert.

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Sein rechter Hauptherausforderer Kenyon hatte bereits bei der Unterhauswahl 2024 das sechstbeste Ergebnis für Reform UK landesweit erzielt. Damals bekam er 31,8 Prozent der Stimmen. Im Nachwahlkampf sah sich der 41jährige Handwerker allerdings mit Vorwürfen der Frauenfeindlichkeit konfrontiert, nachdem die linke Stiftung „Hope Not Hate“ einige seiner älteren Beiträge in den sozialen Medien veröffentlicht hatte. In einem Post auf Twitter (heute X) hatte er unter anderem anzügliche Anmerkungen über eine Fernsehmoderatorin bejaht.

Mehrfach warfen Reform-Wahlkämpfer zudem den Mitgliedern von Restore Britain vor, sie zu belästigen und einzuschüchtern. Kurz vor dem Wahltag hatte sich letztere Partei von einem Fake-Kampagnenvan distanziert, auf dem „Moslems für Reform“ stand. Der mutmaßliche Fahrer, James Henry Holmes, hatte sich als Helfer im Wahlkampf beteiligt.

Die Partei war im Februar 2026 als Abspaltung von Farages Reform UK gegründet worden (JF berichtete). Deren Vorsitzender Lowe war im Jahr zuvor aus der Partei ausgeschlossen worden. (kuk)

Der Besieger von Nigel Farages Reform UK, Andy Burnham: Mehrfach betonte er im Wahlkampf, Starmer als Labour-Chef und Premier ablösen zu wollen. Foto: picture alliance / AP Photo/Jon Super | Jon Super
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