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Anja Arndt, AfD

„Ich rette deinen Arsch“: „Du bist verdammt verrückt“ – Trump soll Netanjahu zurechtgewiesen haben

„Ich rette deinen Arsch“: „Du bist verdammt verrückt“ – Trump soll Netanjahu zurechtgewiesen haben

„Ich rette deinen Arsch“: „Du bist verdammt verrückt“ – Trump soll Netanjahu zurechtgewiesen haben

US-Präsident Donald Trump (l.) im Telefongespräch mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu: Die USA tolerieren keinen Angriff auf Beirut. Bild: JF-Montage mit KI
US-Präsident Donald Trump (l.) im Telefongespräch mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu: Die USA tolerieren keinen Angriff auf Beirut. Bild: JF-Montage mit KI
US-Präsident Donald Trump (l.) im Telefongespräch mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu: Im Libanon gibt es offenbar rote Linien für die USA. Bild: JF-Montage mit KI
„Ich rette deinen Arsch“
 

„Du bist verdammt verrückt“ – Trump soll Netanjahu zurechtgewiesen haben

In besonders scharfem Ton soll US-Präsident Trump den israelischen Premier wegen seines Vorgehens im Libanon gerügt haben. „Jeder hasst Israel wegen dieser Sache“, habe es geheißen. Benjamin Netanjahu betont indes, seine Position bleibe „unverändert“.
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WASHINGTON D. C. US-Präsident Donald Trump soll den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in einem Telefonat am Montag mit harten Worten attackiert haben. Laut zwei US-Regierungsvertretern und einer weiteren eingeweihten Quelle, auf die sich das Nachrichtenportal Axios bezieht, soll Trump zu Netanjahu gesagt haben: „Du bist verdammt verrückt. Du würdest im Gefängnis sitzen, wenn es mich nicht gäbe. Ich rette deinen Arsch. Alle hassen dich jetzt. Jeder hasst Israel wegen dieser Sache.“ Trump selbst sprach von einem „sehr produktiven Telefonat mit Premierminister Bibi Netanjahu“.

Der Anruf drehte sich um die jüngste Eskalation israelischer Militäroperationen im Libanon. Dem Bericht zufolge warf Trump Netanjahu Undankbarkeit vor und bremste zugleich konkrete Pläne Israels aus, Ziele der Hisbollah in Beirut anzugreifen. Stattdessen sollte Israel seine Bodenoffensive im Südlibanon fortsetzen, ohne die libanesische Hauptstadt weiter zu gefährden.

Trump soll klare Grenzen bei der Libanon-Politik gesetzt haben

Die US-Regierung hatte zuvor erfahren, dass der Iran mit dem Abbruch laufender Friedensverhandlungen um den Krieg in Nahost drohte, sollte Israel seine Angriffe ausweiten. Trump machte Netanjahu demnach deutlich, dass eine Bombardierung Beiruts Israel international weiter isolieren würde. Ein US-Vertreter sprach laut Axios von einem der schlimmsten Gespräche zwischen Trump und Netanjahu seit dem Wiedereinzug des US-Präsidenten ins Weiße Haus. Zwar erkennen die USA Israels Recht auf Selbstverteidigung gegen Hisbollah-Raketenangriffe an, halten die jüngsten Schritte jedoch für unverhältnismäßig.

Eine andere Quelle aus dem Regierungskreis meinte zudem, Trump soll die hohen zivilen Opferzahlen im Libanon kritisiert haben und sich gegen die Zerstörung ganzer Gebäude zur Ausschaltung einzelner Hisbollah-Kommandeure ausgesprochen haben. Nach dem Gespräch teilte ein israelischer Regierungsvertreter Axios mit, dass geplante Schläge gegen Hisbollah-Ziele in Beirut nun nicht mehr erfolgen würden.

Gespräche mit dem Iran im Fokus

Hintergrund der Verstimmung ist Trumps Bemühen, ein Abkommen mit dem Iran voranzutreiben. Die laufenden Verhandlungen sehen unter anderem ein Ende der Kämpfe im Libanon vor. Netanjahu hatte in den vergangenen Tagen die Eskalation im Südlibanon deutlich ausgeweitet, was die vorausgegangenen diplomatischen Bemühungen gefährden könnte.

Trotz wiederholter Spannungen in der Vergangenheit hatten Trump und Netanjahu bei Themen wie dem Iran bisher eng zusammengearbeitet. Diesmal schien der US-Präsident besonders verärgert darüber, dass die israelische Linie seine eigenen Verhandlungsziele zu unterlaufen drohte. Auf der Plattform Truth Social betonte Trump später, die Gespräche mit dem Iran liefen „mit hohem Tempo weiter“. Nach seinem Telefonat mit dem israelischen Premier beteuerte er, Israel werde keine Truppen nach Beirut schicken. „Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit der Hisbollah, und sie stimmten zu, dass jegliches Schießen eingestellt wird – dass Israel sie nicht angreifen wird und sie Israel nicht angreifen werden.“

Netanjahu beharrt auf eigener Linie

Aus Jerusalem hieß es dagegen, Netanjahu habe Trump mitgeteilt, Israel werde Ziele in Beirut angreifen, falls die Hisbollah ihre Angriffe nicht einstelle. Gleichzeitig werde die Armee ihre Operationen im Südlibanon fortsetzen. „Unsere Position bleibt unverändert“, schrieb Netanjahu in einer Stellungnahme. Eine der US-Quellen behauptete hingegen, Trump habe Netanjahu „überrollt“. Demnach soll der israelische Regierungschef am Ende des Gesprächs nur noch mit „Okay, okay“ reagiert und betont haben, dass alles geregelt werde.

Netanjahus Büro antwortete nicht auf Anfragen zu den genauen Inhalten des Telefonats. Die Entwicklung zeigt, wie sehr die zugespitzte Libanon-Krise als Folge des Iran-Kriegs die ohnehin fragilen US-iranischen Gespräche belastet. (rsz)

US-Präsident Donald Trump (l.) im Telefongespräch mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu: Im Libanon gibt es offenbar rote Linien für die USA. Bild: JF-Montage mit KI
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