WIEN. Eine neue Umfrage ist in Österreich einem politischen Erdbeben gleichgekommen. Erstmals in der Geschichte zieht die FPÖ auch in Wien an der SPÖ vorbei. Derzeit dominiert die Partei von Herbert Kickl in der Wählergunst im ganzen Land – nur die Hauptstadt war davon ausgenommen.
Die Erhebung des österreichischen Meinungsforschungsinstituts IFDD im Auftrag der Kronen Zeitung sieht nun aber auch diese rote Bastion fallen. Wäre am Sonntag Nationalratswahl, würden die Freiheitlichen dort 27 Prozent erreichen, die Sozialdemokraten 26 Prozent. Dahinter folgen die Grünen mit 13 Prozent und die CDU-Schwesterpartei ÖVP mit zwölf Prozent.
Schon bei der vergangenen landesweiten Wahl hatte die FPÖ in der Hauptstadt ein Rekordergebnis von 20,7 Prozent verbucht. Die Sozialdemokraten aber lagen mit 29,9 Prozent noch deutlich vorn.
FPÖ österreichweit bei 37 Prozent
Landesweit liegt die FPÖ in den aktuellen Umfragen mit großem Abstand vor allen anderen Parteien. Derzeit pendelt sie zwischen 34 und 37 Prozent. Die ÖVP folgt mit 20 bis 23 Prozent. Dahinter kommen die SPÖ mit 17 bis 20 Prozent und die Grünen mit 9 bis 11 Prozent. Sie liegen damit in etwa gleichauf mit den linksliberalen Neos. Für FPÖ-Chef Kickl als Bundeskanzler sprechen sich aktuell 46 Prozent aller Österreicher aus (die JF berichtete). Er liegt damit weit vor allen anderen Kandidaten.

Seit März 2025 regiert in Österreich eine von Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) geführte Koalition aus ÖVP, SPÖ und Neos. Trotz herber Verluste würden die drei Parteien dennoch weiterhin mehr Stimmen erhalten als die oppositionelle FPÖ. Der neue Nationalrat soll im November 2028 gewählt werden. (fh)





