BERLIN. Die politisch motivierte Kriminalität aus dem linksextremen Spektrum ist 2025 deutlich angestiegen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums wurden 13.490 entsprechende Delikte registriert. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei der Gewaltkriminalität: Die Zahl der Gewalttaten stieg laut Statistik zur politisch motivierten Kriminalität um fast 43 Prozent auf 1.087 Fälle.
Die Sicherheitslage bleibt angespannt. So deutet auch beim großflächigen Stromausfall von Berlin Anfang des Jahres (die JF berichtete) alles auf einen linksextremistischen Brandanschlag als Auslöser hin. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sieht darin eine klare Warnung. „Mehr linksextreme Straftaten, heißt: mehr Gewalt und mehr Gefahr für unseren Rechtsstaat. Wir rüsten deshalb den Verfassungsschutz weiter auf, stärken so den Kampf gegen Linksextremismus. Denn: Wir brauchen klare Kante gegen jede Form politischer Gewalt“, erklärte er gegenüber der Bild-Zeitung.
Die Ziele der linksextremen Gewalt
Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden umfasst das linksextreme Personenpotenzial in Deutschland etwa 40.000 Personen, darunter mehr als 10.000 Gewaltbereite. Ziel dieser Szene ist es, die bestehende staatliche Ordnung zu überwinden und durch eine kommunistische oder anarchistische Gesellschaft zu ersetzen.
Dabei versuchen Akteure gezielt, aktuelle politische Debatten zu nutzen und Protestbewegungen zu radikalisieren. Zum Vergleich: Im Bereich der politisch rechts motivierten Kriminalität registrierte das Bundeskriminalamt im selben Jahr 42.544 Delikte. (rr)






