BERLIN. Im Jahr 2024 haben Rentner in Deutschland weniger als die Hälfte des Geldes bekommen, das Beamte im Ruhestand erhielten. Die durchschnittliche Altersrente lag 2024 bei 1.296 Euro brutto, während Bundesbeamte im Schnitt eine Pension von 2.736 Euro kassierten, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervorgeht, die der Bild-Zeitung vorliegt.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Durchschnittspension der Beamten auch ehemalige Postbeamte und andere Bereiche enthält, was den Wert deutlich nach unten zieht. So erhalten etwa Pensionisten von Bundesbehörden oder ehemalige Bundesrichter im Schnitt sogar 3.310 Euro pro Monat.
Renten zuletzt deutlich gestiegen
Zuletzt war der Abstand zwischen Pensionen und regulären Renten leicht geschrumpft. So stieg die durchschnittliche Rente zwischen 2022 und 2024 um 16,8 Prozent – von etwa 1.110 Euro auf 1.296 Euro. Im selben Zeitraum stiegen die Pensionen ehemaliger Beamter lediglich um 1,4 Prozent.
Dennoch bleibt der Abstand eklatant: Nur etwa ein Prozent aller Rentner erhält mehr als 3.000 Euro monatlich im Ruhestand – also die durchschnittliche Pension eines Beamten.
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Springer sprach mit Blick auf diese Zahlen gegenüber der Bild-Zeitung von einer „eklatanten Schieflage“, die es zu beseitigen gelte. Das sei möglich, „indem wir nur noch bei hoheitlichen Aufgaben verbeamten und somit erreichen, dass alle übrigen Staatsangestellten regulär in die Rentenkasse einzahlen“. (st)






