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Kriminalstatistik: Syrer und Afghanen sind bei Gewaltdelikten deutlich überrepräsentiert

Kriminalstatistik: Syrer und Afghanen sind bei Gewaltdelikten deutlich überrepräsentiert

Kriminalstatistik: Syrer und Afghanen sind bei Gewaltdelikten deutlich überrepräsentiert

Syrer. Polizisten legen einem Mann bei einer Verkehrskontrolle der Berliner Polizeiakademie mit dem Schwerpunkt Alkohol und Drogen im Straßenverkehr Handschellen an: Wenn Kriminalität überhand nimmt. picture alliance/dpa | Jens Kalaene
Syrer. Polizisten legen einem Mann bei einer Verkehrskontrolle der Berliner Polizeiakademie mit dem Schwerpunkt Alkohol und Drogen im Straßenverkehr Handschellen an: Wenn Kriminalität überhand nimmt. picture alliance/dpa | Jens Kalaene
Polizisten legen einem Mann Handschellen an: Wenn Kriminalität überhand nimmt. picture alliance/dpa | Jens Kalaene
Kriminalstatistik
 

Syrer und Afghanen sind bei Gewaltdelikten deutlich überrepräsentiert

Nicht-deutsche Tatverdächtige sind bei Gewaltdelikten in Deutschland weiterhin deutlich überrepräsentiert. Besonders Syrer und Afghanen fallen laut neuen Länderzahlen stark auf.
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BERLIN. Nicht-deutsche Tatverdächtige sind bei Gewaltdelikten in Deutschland weiterhin deutlich überrepräsentiert. Besonders stark fallen dabei Verdächtige aus Syrien und Afghanistan ins Gewicht. Zwar ist die Zahl der erfassten Gewaltdelikte im Vergleich zum Rekordjahr 2024 leicht zurückgegangen. Doch bei den Tatverdächtigen zeigt sich laut jüngsten Länderzahlen ein anderes Bild.

Menschen ohne deutschen Pass stellen demnach in mehreren Bundesländern einen deutlich höheren Anteil an den Verdächtigen, als es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht.

Bundesweit liegt der Anteil ausländischer Staatsangehöriger an der Bevölkerung bei 15 Prozent. In Ländern wie Bayern, Berlin oder Baden-Württemberg ist laut der Erhebung bei Gewaltdelikten inzwischen etwa jeder zweite Tatverdächtige kein Deutscher. Grundlage der Zahlen ist die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), die alle polizeilich erfassten Straftaten ausweist. Sie bildet zwar keine rechtskräftigen Verurteilungen ab, gilt aber als wichtigster Maßstab zur Einschätzung der Sicherheitslage.

Syrer und Afghanen fallen auf

In Bayern sank die Gewaltkriminalität im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil nicht-deutscher Tatverdächtiger weiter. Besonders auffällig sind laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sogenannte tatverdächtige Zuwanderer, also Asylbewerber, Schutzberechtigte, Geduldete oder Personen ohne Aufenthaltsrecht. Herrmann sprach von einem „klaren Zusammenhang mit der hohen Zuwanderung der vergangenen Jahre“.

Besonders deutlich wird die Entwicklung bei der Tatverdächtigenbelastungszahl des Bundeskriminalamts. Diese setzt die Zahl der Verdächtigen ins Verhältnis zur jeweiligen Bevölkerungsgruppe je 100.000 Einwohner. Demnach liegt die Belastung nicht-deutscher Tatverdächtiger in Bayern bei Gewaltdelikten rund viermal höher als bei Deutschen.

Bei einzelnen Nationalitäten ist die Differenz noch größer: Syrer liegen laut den Zahlen bei einer rund 16fach höheren Belastung, Afghanen bei einer 14fach höheren. Auch bei türkischen Staatsangehörigen liegt der Wert deutlich über dem deutscher Verdächtiger.

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU), sagte, der hohe Anteil nicht-deutscher Tatverdächtiger zeige weiteren Handlungsbedarf. Die Abschiebung schwerer oder wiederholt straffälliger ausländischer Täter müsse Priorität haben.

Widerspruch kommt von links. Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Clara Bünger, verwies auf Faktoren wie Alter, Geschlecht und soziale Lage. Auch die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Irene Mihalic, forderte, die Ursachen von Gewalt umfassend zu bekämpfen. (rr)

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